Bővebb ismertető
vorwort
Das Filmwerk «Holocaust» hat schmerzende Wunden, die am Vernarben waren, wieder aufgerissen. Es hat der Jugend, welche das grauenhafte Geschehen in den Konzentrationslagern der Nazizeit nur vom Hörensagen her kannte, diese Schrecken unmittelbar vor Augen gestellt und sie genötigt, sich innerlich damit auseinanderzusetzen. Damit ist insbesondere der Komplex «Judenfrage» von neuem aktuell geworden. Schon regt sich ein neuer Antisemitismus, der auch nicht vor den Mitteln des Terrors zurückschreckt. Auf der Ebene der politischen Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik sind die Spannungen keineswegs alle ausgeräumt. Man sagt sich einander nicht nur diplomatische Höflichkeiten. Eine wirkliche Bereinigung aller Fragen, die mit dem Verhältnis von «Judentum und Christentum» zusammenhängen, kann nur erfolgen auf dem Boden einer geistigen Durchdringung und Lösung dieser Fragen. Sie dem suchenden und fragenden Menschen von heute zu bieten, ist das Bestreben unserer Darlegungen.
«Bilanz der Ausrottung»
Nach vorgelegten Berechnungen sind der Rassenreinigungspolitik des «Dritten Reiches» sechs Millionen Juden zum Opfer gefallen. Jakob Lezczynski stellt in seiner «Bilanz der Ausrottung» fest: «6 000 000 Juden erlitten den Tod.
Dies ist die Bilanz des Ausrottungsfeldzuges gegen die europäischen Juden in den Jahren 1939 bis 1945. Im Laufe von sechs Jahren wurde über ein Drittel des Weltjudentums vernichtet. Ende 1939 lebten neuneinhalb Millionen Juden in Europa. Das Jahr 1945 haben nur dreieinhalb Millionen überlebt. Es kamen ums Leben:
90 Prozent der Juden in Litauen 66 Prozent der Juden in Österreich 60 Prozent der Juden in Holland 95 Prozent der Juden in Polen 82,5 Prozent der Juden in der Tschechoslowakei 89,5 Prozent der Juden in Lettland 81 Prozent der Juden in Deutschland 80 Prozent der Juden in Griechenland 73,3 Prozent der Juden in Jugoslawien»