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Sarajevo
Land und Leute
Jugoslawien hat in den letzten Jahren einen gewaltigen Aufschwung im Fremdenverkehr genommen. Allein 1967 besuchten etwa 4 Millionen Touristen das Land, und es ist damit zu rechnen, daß diese Zahl in den nächsten Jahren schnell überschritten wird. Hauptreiseziel ist vor allem das jugoslawische Küstenland, und hier wird besonders die istrische, dalmatinische und montenegrinische Küste aufgesucht, die dank ihrer landschaftlichen Schönheiten und dem angenehmen warmen und sonnigen Klima eine von etwa Mai bis Oktober andauernde Badesaison gewährt.
Um dem immer stärker zunehmenden Autoreiseverkehr gerecht zu werden, bemüht man sich, das Straßennetz des Landes weiter auszubauen und dem modernen Schnellverkehr anzupassen. Besonders im Landinnern sowie im Süden Jugoslawiens sind die Straßen nur mittelmäßig oder sogar schlecht, während die im nordwestlichen Teil des Landes überwiegend in gutem Zustand sind. Hervorragend ausgebaut
und auch von hohem landschaftlichem Reiz ist die Adriatische Küstenstraße, die von Triest bis an die albanische Grenze führt. Teilweise asphaltierte oder sogar betonierte Straßen verbinden sie mit der jugoslawischen Autobahn, dem Autoput, so daß sich ein Besuch des Küstenlandes mit Fahrten in das Innere ohne große Mühen verwirklichen läßt.
Auf politischem Gebiet hat Marschall Tito, der jugoslawische Staatschef, es verstanden, seinem Land die Funktion einer Brücke zwischen West und Ost zu geben und es damit dem Bewußtsein der Menschen einzuprägen. Dennoch ist Jugoslawien als Ganzes noch immer ein Teil des ,,unbekannten Europas", von dessen Landschaft und Volkstum nur wenige eine klare Vorstellung haben. Vor allem das Hinterland des rauhen Küstengebirges, die großen Flußtäler, die „schwarzen Berge" Montenegros, die Seen Mazedoniens und die serbischen Klöster sind noch weitgehend Neuland für den ausländischen Touristen.
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