Bővebb ismertető
Land und Leute
Jugoslawien hat in den letzten Jahren
einen gewaltigen Aufschwung im Frem-
denverkehr genommen. Von Jahr zu
Jahr besuchen immer mehr Touristen
das Land. An erster Stelle stehen die
Gäste aus der Bundesrepublik Deutsch-
land und aus Österreich. Hauptreise-
ziel ist vor allem das jugoslawische
Küstenland, und hier wird besonders
die istrische, dalmatinische und monte-
negrinische Küste aufgesucht, die dank
ihrer landschaftlichen Schönheiten und
dem angenehmen warmen und sonni-
gen Klima eine von etwa Mai bis
Oktober andauernde Badesaison ge-
währt.
Um dem immer stärker zunehmenden
Autoreiseverkehr gerecht zu werden,
bemüht man sich, das Straßennetz des
Landes weiter auszubauen und dem
modernen Schnellverkehr anzupassen.
Besonders im Landinnern sowie im
Süden Jugoslawiens sind die Straßen
nur mittelmäßig oder sogar schlecht,
während die im nordwestlichen Teil
des Landes überwiegend in gutem Zu-
stand sind. Hervorragend ausgebaut
und auch von hohem landschaftlichem
Reiz ist die Adriatische Küstenstraße,
die von Triest bis an die albanische
Grenze führt. Teilweise asphaltierte
oder sogar betonierte Straßen verbin-
den sie mit der jugoslawischen Auto-
bahn, dem Autoputy so daß sich ein
Besuch des Küstenlandes mit Fahrten
in das Innere ohne große Mühen ver-
wirklichen läßt.
Auf politischem Gebiet hat Marschall
Tito, der jugoslawische Staatschef, es
verstanden, seinem Land die Funktion
einer Brücke zwischen West und Ost
zu geben und es damit dem Bewußtsein
der Menschen einzuprägen. Dennoch
ist Jugoslawien als Ganzes noch immer
ein Teil des „unbekannten Europas",
von dessen Landschaft und Volkstum
nur wenige eine klare Vorstellung
haben. Vor allem das Hinterland des
rauhen Küstengebirges, die großen
Flußtäler, die „schwarzen Berge"
Montenegros, die Seen Mazedoniens
und die serbischen Klöster sind noch
weitgehend Neuland für den ausländi-
schen Touristen.