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Vorwort des HerausgebersWie dieses Buch entstand, läßt sich am kürzesten durch die Tatsache erklären, daß der Autor eine Reihe von Zeugen zur Seite hatte, die teils durch ihre persönhche Aussage, teils durch das Beistellen persönlicher Aufzeichnungen Beteiligter das hier vorgelegte Ergebnis ermöglichten.In erster Linie ist Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin Zita zu danken. Sie stellte die Aufzeichnungen Kaiser Karls zur Verfügung und darüber hinaus ihre Annotationen, Bemerkungen, die sie persönlich zu historischen Werken, die Kaiser Karl oder die Geschichte der öster-reichisch-ungarischen Monarchie betreffen, niederschrieb; auch beim Entstehen dieses Buches heß sich die Kaiserin fortlaufend über den Werdegang der Arbeit berichten.Ein zweiter Kronzeuge, besonders hinsichtlich der Aufklärung der Hintergründe des Verbrechens an Kronprinz Rudolf und der weiteren Entwicklung, die zur Ermordung des Erzherzog-Thronfolgers, zum Kriegsausbruch und zu den Friedensversuchen mit Hilfe der Schwäger des Kaisers führte, war Prinz Xavier von Bourbon-Parma. Alle anderen Dokumente sind im Quellenverzeichnis angeführt. Es wird in diesem Buch wenig oder kaum berücksichtigt, daß es neben den Friedensversuchen, die Kaiser Karl über seine Schwäger unternahm, noch eine ganze Reihe anderer, wenn auch weniger chancenreicher Unternehmen gab: Jan Smuts (1870-1950), der große südafrikanische Politiker, bemühte sich in diesem Sinne für Österreich-Ungarn, andere Versuche liefen über Schweden, den Vatikan und Holland, über Graf Reverterá und Bertha Zuckerkandl; Sonderfriedensversuche gab es auch in Richtung Rußland, wie ja auch der deutsche Bündnispartner immer wieder versuchte, zu einer Verständigung zu kommen. Alles scheiterte dann an dem unerbittlichen, gnadenlosen Durchhaltewahn nationalistischer Politiker, die es auf beiden Seiten gab. Ich danke herzlich für alle Unterstützung, die mir zuteil wurde, besonders danke ich Herrn Dr. Peter Broucek (Kriegsarchiv Wien) für seine wertvollen Anregungen.November 1983Erich Feigl