Bővebb ismertető
Mein Enkel Felix wohnt in einem ehemaligen Friseurladen; das Schaufenster dekoriert er stets ein wenig, obschon es natürlich nichts mehr zu verkaufen gibt. Meine uralten schwarzen Schnürstiefel setzte er zum Beispiel in einen Vogelkäfig, ein rosa Korsett stopfte er mit Watte aus und legte es in einen Puppenwagen, einen mit Nägeln gespickten Stuhl beschmierte er mit Margarine, womit er angeblich gleich zwei berühmte Künstler ehren wollte.Lange Zeit vegetierte eine heruntergekommene Schaufensterpuppe in dieser Idylle, bis er sie leid wurde und alles neu gestaltete. Ich war versessen auf die Puppe.Seitdem lebe ich nicht mehr allein. Die Puppe sitzt in meinem Schaukelstuhl, trägt Kleider aus meiner Jugendzeit, eine Perücke aus den sechziger Jahren und streckt ihre dünnen Beine von sich wie ein Kind. Sie heißt Hulda; wenn ich den Stuhl ein wenig antippe, wiegt sie sich fast fünf Minuten lang und scheint Freude an diesem Rhythmus zu haben. Einsame alte Leute pflegen gern Selbstgespräche zu halten, mir ist ein Gegenüber lieber. Hulda ist eine aufmerksame Zuhörerin, eine gut erzogene Tochter, eine Freundin der feinen Art, die nicht klatscht und hetzt und sich an fremde Ehemänner heranmacht.Manchmal frage ich Hulda um Rat. Was sollen wir zum Beispiel heute essen? Hering in Tomatensoße, sagt Hulda, vielleicht ein Kartöiielchen dazu und fertig. Wir beide brau-