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Roland Silva steuerte den Wagen, eine Hand lässig auf dem Lenkrad liegend. Er saß gegen die Tür gelehnt, um den vollen Strahl der kalten Luft aus dem Ventilator der Klimaanlage auf sein Gesicht zu bekommen. Aus einem Pepsi-Becher fischte er zerstoßenes Eis.Kothman muß den "Wagen während seiner Schicht gefahren haben, sagte er mürrisch. Die Luft, die da rauskommt, riecht wie aus der Kloake.Peter Walther schüttelte das blonde Haupt. Auch sein schlaksiger Körper lehnte an der Tür, während seine Augen in der schmutzigen Dunkelheit die kleinen Fachwerkhäuser kritisch prüften. Selbst gegen Ende seiner Schicht, wo er sich am wenigsten wünschte, einem Betrunkenen zu begegnen oder zu einer Familienstreitigkeit gerufen zu werden, beobachtete er sehr bewußt die Ränder der Schatten, wo neunzig Prozent dessen stattfand, was eigentlich nicht stattfinden durfte.Es war nur noch eine knappe Stunde bis zu ihrer Ablösung, und Walthers und Silvas Fahrt durch das Mexikanerviertel im Magnolia Park entfernte sie nie allzuweit von den Lichtern des Navigation Boulevards, der Nabelschnur, die sie mit der annähernd fünf Meilen entfernten Polizeistation in der Innenstadt verband.Die beiden Männer waren seit neun Monaten Kollegen beim Einsatz - lange genug, um ein Kind zu bekommen, dachte Walther und sie hatten ihre Launen und ihre empfindlichen Punkte kennengelernt. Erst kürzlich war Lenny Kothman, ein zigarrenrauchender Bär von Streifenbeamten, der einen Softball wie eine Kanonenkugel schleudern konnte, für Silva zu einem Dorn im Fleisch geworden. Und seit Kothman wußte, daß Silva, der bei ihren Spielen am Samstagnachmittag bis dahin jeden kaltstellen konnte, nicht mit den Bällen fertig wurde, die Kothman als geschmiert bezeichnete, hatte sich dieser Dorn