Bővebb ismertető
Einführung Wenn ein Reisender die tropischen Waldgebiete durchquert hat, die der Küste der jetzigen Vereinigten Republik Kamerun nachgelagert sind, eröffnet sich ihm noch heute ein Anblick, wie ihn die schweizerische Reisende A. Rein-Wuhrmann 1917 schilderte: So weit das Auge reicht, auf Höhen und in Tálern, an Abhángen und in Ebenen ist nur Gras zu sehen. Aber nicht das feine, zarte, saítiggrüne Gras der heimatlichen Wiesen, sondern ein záhes, dickstieliges, rauhbláttriges Gras, das gewöhnlich mannshoch ist, und sogar manchmal eine Höhe von 4 bis 6 Metern erreicht..." Die Bewohner dieses Graslandes" botén den ersten europáischen Reisenden unterschiedliche Überraschungen: dem Kolonialoffizier einen unerwartet wírksamen kriegerischen und spáter passiven Widerstand, dem Missionar Gastfreundschaft sowie dem Völkerkundler ein unvermutet hohes Kulturniveau. Als das kaiserliche Deutschland am 14. Juli 1884 Kamerun als Kolonie in Besitz nahm, beherrschte es nur einen schmalen Küstenstreifen, die inneren Gebiete waren noch nicht einmal geographisch erforscht. Erst am 12.1.1889 sah der vom Auswártigen Amt mit der Leitung einer Expedition betraute Dr. Zintgraff als erster Europáer die Weite des zentralen Graslandes. Als er im Interesse seiner Auftraggeber den im nordwestlichen Grasland ansássigen Háuptling Garega von Bali gegen benachbarte Háuptlinge militárisch unterstützte", erlitt er eine vernichtende Niederlage, die der weiteren kolonialen Eroberung vorerst bis 1891 ein Ende setzte. Mit Hinterladegewehren vom Typ Jágerbüchse M 71 wurden in der Folgezeit von Baliburg" aus immer mehr Háuptlingstümer unterworfen. Als Gast dagegen betrat Hauptmann Ramsay im Jahre 1902 als erster Fremder Fumban, die Hauptstadt des Reiches Bamum, das als kulturelles Zentrum des Graslandes geiten kann. Sein König Nscho/a erhoffte sich von der, wie er es sah, freiwilligen Anerkennung des deutschen Kaisers als Oberherrn dessen Unterstützung gegen den Lamido von Banyo, einen Fulbe-Herrscher ausAdamaua, das sich nördlich an das Grasland anschloB. Nach 1900 gelangten einige ethnographische Sammlungen aus dem Kameruner Grasland in deutsche Völkerkundemuseen, auch in das Dresdner. Echter Forscherdrang und der Sammeleifer der Museen verbanden sich manchmal mit dem persönlichen Ehrgeiz der Beamten, Reisenden, Hándler und Missionare. Was konnten die Museologen nicht alles bewundern und ausstellen: Hausrat, Waffen, Musikinstrumente, Kieidung und in immer gröBerer Anzahl auch Masken, Figuren, Tabakspfeifen aus Metall und Ton, Háuptlingshocker. Ja sogar zentnerschwere Betten, Türrahmen und Dachstützen wurden in Empfang genommen. Aber wáhrend die Museen sich füllten, blieb unsere Kenntnis von den Verfertigern dieser Schátze recht dürftig." So kennzeichnete der Berliner