Bővebb ismertető
Vom Verfasser Weise Leute behaupten, die nackte Wahrheit sei ungewöhnlicher als die kühnste Phantasie. Die weisen Leute habén recht. Ich wáhle alsó nachdrücklich die Wahrheit, und sei es nur deshalb, weil sie dem Flug der Phantasie mehr Raum Iáik. Ich bin jedoch dém Leser wenigstens eine kurze Erklárung schuldig. Denn immerhin: Ich bin noch nie in Japan gewesen, habe mich bislang nicht mit Fragen, die den Fernen Osten betreffen, befaftt. Und nun plötzlich ein Román, der im Fernen Osten spielt! Wie so oft, hat auch hier ein Zufall entschieden. Ich bekam das Tagebuch eines japanischen Fliegers in die Hand. Da ich meistens über die Fiiegerei schreibe, erweckte der Stoff mein Interesse. Als ich aber zu lesen begann, faszinierten mich die Erlebnisse dieses Menschen, die Prüfungen, die er durchmachen mufite, die Tragödie eines Fliegers, den man zum Kamikaze bestimmt hatte. Kamikaze. Der Name hat seinen Ursprung in der Geschichte: Vor fast siebenhundert Jahren drohte dem Land der aufgehenden Sonne die Gefahr, von der máchtigen Armee Chubilai-Chans, des grófién Mongolenführers und Enkels des berühmten Dschingis-Chan, vernichtet zu werden. Im Jahre 1274 verliefien dreihundert Schiffe mit fünfzigtausend mongolischen Kriegern an Bord die koreanische Küste und griffen die Inseln Nippons an. Die Japaner verteidigten sich tapfer und zwangen die Angreifer, auf die Schiffe zurückzukehren. Am Tage darauf erhob sich ein Sturm, der Tausende von Mongolén das Leben kostete. Doch Chubilai-Chan verzichtete nicht auf eine Eroberung, und im Jahre 1281 bedrángte seine Flotté Japan von der im Westen gelegenen Insel Kyushu, von der Hakata-Bucht her. Fünfzig Tage verteidigten sich die Japaner verzweifelt. Plötzlich schien es, als wáre die Natúr dem Inselvolk wieder zu Hilfe gekommen. Ein gewaltiger Taifun trieb die Flotté der Angreifer auf die Felsenriffe. Chubilai-Chan verlor die Hálfte seiner Krieger und muftte abziehen. Die abergláubischen Japaner nannten aus Dankbarkeit jenen Sturm Kamikaze - den göttlichen Wind; denn er hatte sie vor der Vernichtung bewahrt. Knapp siebenhundert Jahre spáter beschwor der oberste Kriegsrat des Imperiums den göttlichen Wind - wenn auch in etwas anderer Form.