Bővebb ismertető
Vor dem Kriegsministerium hcrrschte dcr übliche starke Verkehr. Die Berliner hatten es sich abgewöhní, von der mehr oder ininder groBen Ausdehnung des militárischen Wagen-parks vor dem grauen Gebáude Schlüsse auf die Kriegsereig-nisse zu ziehen; man hatte in acht Kriegsmonaten heraus-gebracht, daB sich hier gewissermaBen nur die Administratíon des Krieges befand, und daB die groBen Entschlüsse im Haupt-quartier gefaBt wurden. Kraftwagen, die mit hohen Stabs-offizieren durch die regennassen StraBen flitzten, begegneten lange nickt mehr dem groBen Interesse, wie einst in der Zeit der Begeisterung; man hatte sich eben an den Anblick gewöhnt. Der groBe Krieg war fern, und wenn man ihn auch stündlich spürte, mitunter nichts weniger als angenehm: man war stumpfer geworden.GroBe Offensive gegen Ypern", schrien die Zeitungsver-káufer aus. GroBer Erfolg der deutschen Waffen." 5000 Eng-lánder gefangen!" Ach Gott, ja fünftausend Englánder: das war ja ganz schön. Aber allzuviel hatte das nicht zu be-deuten.Ein FuBgánger hatte sich durch das Gewühl der StraBe gewunden und stand nun vor dem Portai. Ein Zivilist. Mittel-groB, schlank, das glattrasierte, hart geschnittene Gesicht von Sonne gebráunt. Er trug einen hellen Frühjahrspaletot und eine Mütze in gleicher Farbe, und machte, besonders hier, wo man fast nur noch Feldgrau sah, den Eindruck eines Aus-lánders. Vor einigen Monaten wáre er wahrscheinlich vom Publikum als fremder Spion totgeschlagen worden. Eine Gruppé von Offizieren, eben mit dem Kraftwagen gekommen, schritt rasch an ihm vorüber und verschwand im Dámmer des Treppenhauses. Der Zivilist wollte folgen. Der Portier trat ihm entgegen: Bitté?"Der Zivilist griff an die Mütze. Major Gráf Hatzberg hat hier sein Büro, nicht wahr ?"Es klang laut und energisch fast hatte der Portier Zu