kategória
szerző
cím
sorozat
kiadó
ISBN
évszám
ár
-
leírás
Előrendelhető
A mezők bármelyike illeszkedjen
A mezők mind illeszkedjen

Kandinsky [antikvár]

Kandinsky [antikvár]

 
VorwortAls Wassily Kandinsky in einer seiner letzten publizierten Äußerungen noch einmal die schöpferische und prophetische Kraft der Kunst beschwor, nämlich im >Heute< das iMorgen< zu erraten, konnte er selbst auf ein reiches, vielschichtiges Ouvre zurückblicken. Begleitet wurde sein jahrzehntelanges bildnerisches Schaffen von theoretischen Reflexionen, die sich in einer Reihe von wichtigen Schriften manifestierten. Dabei ist es die seinerzeit ubiquitäre Behauptung einer Analogie zwischen Musik und Malerei, die Kandinsky immer wieder...
online ár: Webáruházunkban a termékek mellett feltüntetett fekete színű online ár csak internetes megrendelés esetén érvényes.
5980 Ft
Szállítás: 3-7 munkanap
Részletesen erről a termékről
Bővebb ismertető
VorwortAls Wassily Kandinsky in einer seiner letzten publizierten Äußerungen noch einmal die schöpferische und prophetische Kraft der Kunst beschwor, nämlich im >Heute< das iMorgen< zu erraten, konnte er selbst auf ein reiches, vielschichtiges Ouvre zurückblicken. Begleitet wurde sein jahrzehntelanges bildnerisches Schaffen von theoretischen Reflexionen, die sich in einer Reihe von wichtigen Schriften manifestierten. Dabei ist es die seinerzeit ubiquitäre Behauptung einer Analogie zwischen Musik und Malerei, die Kandinsky immer wieder als Begründung seines Weges zu einer gegenstandslosen Kunst heranzieht. Hinzu kommt die rational nicht begründbare Annahme, die Gesetze von realer Natur und abstrakter Kunst hätten eine gemeinsame Wurzel und wären daher als Parallelen zu verstehen. Der wichtigste Impuls für seine radikale Grenzerweiterung ästhetischer Ausdrucksmöglichkeiten resultiert freilich aus seiner nicht minder zeitgebundenen Vorstellung, In der Kunst verkörpere sich die Oberwindung des Materialismus ebenso wie der Beginn einer Synthese, die aUe geistigen Kräfte bündele und zu kosmischem Empfinden führe, zu einer Musik der Sphären, wie er das noch 1935 formulierte. Es sind bei Kandinsky ebenso wie bei vielen anderen zentralen Gestalten der Malerei dieses Jahrhunderts, wie etwa Malewitsch, Mondrian, Kupka usw., eigentümlich obsolete, oft dem 19. Jahrhundert entstammende Gedanken, die als Rechtfertigung einen ebenso revolutionären vtäe folgenreichen Paradigmenwechsel in der Malerei begleiten. Diese streckenweise inkommensurable Mischung aus traditionellen Momenten und innovativen Anstößen, dieser Kontrast zwischen einer Suche nach Legitimation im Vergangenen vne Imaginären und treffenden Beobachtungen, weitschweifigen Spekulationen, zwingenden Schlußfolgerungen und utopischen Visionen einerseits sowie zukunftsorientiertem Handeln im Bildnerischen von unfaßbarer Radikalität und bestechender Konsequenz andererseits, haben bis heute offensichtlich nichts von ihrer Faszinationskraft eingebüßt. Warum?Vielleicht, weil Kandinsky bei seinem Weg vom Gegenständlichen zum Ungegenständlichen, vom sinnlich Konkreten zum mittelbar Spirituellen indirekt solchen Entmaterialisierungstendenzen Vorschub geleistet hat, die heute erneut ins Zentrum zivilisationskritischer und ästhetischer Reflexionen geraten sind, wie das etwa die Ausstellung >Les Immatériauxi 1985 im Centre Georges Pompidou zeigte. Das Immaterielle der von neuen technologischen Medien simulierten Welten erfordert ganz offenbar und prägt eine neue differenzierte Sensibilität und eine veränderte Wahrnehmung der Welt. Das Agieren in der Vielfalt, ständiger Perspektivenwechsel und Strukturwandel von Wahrnehmungsmodalitäten bestimmen den kulturellen Habitus, während das Einfache demgegen-über immer mehr als Barbarei erscheint, wie Lyotard meint. Ohne derartige Konsequenzen vorausahnen zu können, hat Kandinsky insbesondere während seiner Pariser Jahre und vermudich im Hinblick auf jene Künstler, die ihr formales Repertoire ständig reduzierten, für eine Relativität der bildnerischen Mittel plädiert, denen der unerschöpfliche Reichtum der Malerei entstamme. Kein Dogmatismus also bei Kandinsky, sondern Komplexität; keine Verhärtung im Formalen, sondern Flexibilität. Für ihn tritt in künstlerischen Prozessen neben die innere Notwendigkeit, eines der Leitmotive seiner Argumentation, spielerische Leichtigkeit. Die exaktgesetzmäßige Organisierung der lebendigen Kräfte im Bild bleibt ftir ihn künstlerisch wirkungslos ohne die Intuition als letztlich entscheidenden Faktor im ästhetischen Prozeß. Es ist diese Verquickung von Materialisierung und Entmaterialisierung, von Analyse und Synthese, von Strenge und Spiel sowie die Durchdringung von gattungsspezifischen mit gat-tungsübergreifenden Momenten, die das Ouvre Kandinskys in seiner Gesamtheit wie auch in einzelnen Beispielen so spannungsvoll und stimulierend erscheinen läßt.Faszinierend ist es aber auch aus anderen Gründen. Der Wandel von konventionellen Anfangen über eine emphatische, künsderisches Neuland sondierende Phase hin zur Erprobung abgeklärter Möglichkeiten bleibt überraschend und überzeugend zugleich. Außerdem ist ein anderer Aspekt bemerkenswert. Sein Kosmopolitismus machte den Maler zu einer europäischen Gestalt, die zwischen Moskau, München und Paris vermittelte, als das noch möglich war. Es ist nicht auszuschließen, daß angesichts des politischen Wandels der letzten Jahre jetzt seine Werke erneut zu Ansatzpunkten einer fruchtbaren Auseinandersetzung werden, die es erlauben, seine Werke vor dem Hintergrund teils lebendiger, teils verschütteter Traditionen zu würdigen, wenngleich die Rezeption seines Schaffens in Rußland, wie das vor einigen Jahren anläßlich der großen Retrospektive der Tretiakov-Galerie in Moskau zu beobachten war, langwieriger sein dürfte als zunächst angenommen. Hier bleibt vieles zu tun und zu erforschen. Andererseits haben die Ausstellungen, die in den letzten beiden Dezennien in München, New York, Paris, Zürich, Berlin, Frankfurt und anderen Städten zu sehen waren, nicht nur unsere Kenntnisse erweitert und vertieft, sondern auch neue Fragen aufgeworfen.Mit >Kleine Freudem haben wir für Ausstellung und Katalogbuch einen Titel gewählt, der Kandinskys Arbeiten selbstverständlich nicht als unverbindlich und harmlos apostrophieren möchte. So hat Kandinsky vielmehr ein 1913 datiertes Gemälde benannt, das er mit vielen Studien bis ins Detail vorbereitete. Hinterglasbilder, Aquarelle, Zeichnungen und das

Termékadatok

Cím: Kandinsky [antikvár]
Kiadó: Prestel-Verlag
Kötés: Varrott papírkötés
ISBN: 3791311956
Méret: 240 mm x 300 mm
Bolti készlet  
Vélemény:
Minden jog fenntartva © 1999-2019 Líra Könyv Zrt.
A weblapon található információk közzétételéhez, másolásához a működtetők írásbeli beleegyezése szükséges.
Powered by ERBA 96. Minden jog fenntartva.
mobil nézet