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J. S. BACH, KANTATE NR. 158 Der Friede sei mit dirDiese kurze, eigentlidi nur aus einer zvcisdien zwei Rezitative gestellten Arie und angefügtem Sdiluß = Choral bestehende Solo Kantate für Baß ist ein viel zu wenig beachtetes, leidit aufführbares Werk,- braudit man dodi zu ihrer Dar= Stellung nur einen Baß = Solisten und außer den Generalbaß = Instrumenten (Orgel, Cello und Baß) nur eine Solo-Violine und eine Oboe. Dabei könnte im Notfall sogar auf die Oboe verziditet werden, die nur den Sopran Choral in der Arie sowie den Cantus firmus im Sdiluß-Choral mitspielt. Sdion Spitta bezeidinet in seiner Badi Biographie diese Kantate als eine kurze, ansprudis= lose, aber gefühlstiefe Komposition.Die Kantate wurde erstmalig im Jahre 1886 von Ernst Naumann in Band 32 der Gesamtausgabe der Bach-Gesellsdiaft veröffentlidit. Außerdem liegt sie jetzt herausgegeben von Alfred Dürr in Band I/IO der Neuen Badiaus gäbe vor. Leider sind die Originalpartitur und Stimmen verloren, so daß mir, ebenso wie den Herausgebern der beiden BadiAusgaben nur ein wohl in den Jahren zwisdien 1755 und 1770 entstandener Partiturauszug und ein vollstän diger Stimmensatz von Christian Friedridi Penzel als Druckvorlage zur Ver fügung standen. Penzel war unter Bachs Nachfolger Harrer Präfekt des Tho manerchores und nach Harrers Tod auch kurze Zeit interimistisch dessen musi kalisdier Leiter, Das Penzelsdie Material aus dem Besitz der ehemaligen Preu ßisdien Staatsbibliothek (P 1048 und St 633) befindet sich zur Zeit in treuhän derisdier Verwahrung in der Westdeutschen Bibliothek Marburg. Der Marbur ger Bibliothek sei auch an dieser Stelle für ihre Unterstützung bei der Benut zung der Handsdiriften Dank gesagt.Die unsichere Quellenüberlieferung brachte es mit sidi, daß schon Naumann in der Alten Badiausgabe eine Anzahl zweifellos falscher Noten und Bezifferungen richtigstellen mußte, die zum großen Teil von Dürr in die Neue Bachausgabe und ebenso von mir in diese Taschenpartitur mit übernommen wurden. Auch mußte eine ganze Anzahl fraglicher Noten beibehalten werden, da die richtige Lesart nidit mehr erkennbar ist. Der SchlußChoral vor allem die AltStim= me in den Takten 10 bis 15 ist in der Penzelschen Vorlage zweifellos feh lerhaft überliefert, so daß schon Naumann in der Alten Bachausgabe einzelne Korrekturen vornahm. Für die Neue Bachausgabe verwendet darum Alfred Dürr als Quelle für den SdilußChoral die von C. Ph. E. Badi herausgegebene Sammlung vierstimmiger Choräle seines Vaters, eine Lesart, die ich für diese TaschenpartiturAusgaben übernommen habe.E.E. 6151