Bővebb ismertető
ZUR EDITION
Die Neue Bach-Ausgabe (NBA) ist eine Urtextausgabe; sie soll der Wissensdiaft einen einwandfreien Originaltext der Werke J. S. Bachs bieten und gleichzeitig als zuverlässige Grundlage für praktische Aufführungen dienen. Sie erscheint in neun Serien:
I: Kantaten
II: Messen, Passionen, oratorisdie Werke
III: Motetten,Choräle, Lieder IV: Orgelwerke V: Klavier-und Lautenwerke VI: Kammermusikwerke VII: Orchesterwerke
VIII: Kanons, Musikalisches Opfer, Kunst der Fuge
IX: Addenda
Werke, die als Fragmente erhalten sind, werden ebenso in die Bände der einzelnen Serien eingeordnet wie die vollständig erhaltenen;nachweisbareverschollene Kompositionen werden in den Kritischen Berichten erwähnt. Werke von zweifelhafter Echtheit werden im Schlußband jeder Serie veröffentlidit; Werke, die mit größter Wahrscheinlidikeit unecht sind (z. B. die Lukas-Passion), werden in die Ausgabe nidit aufgenommen.
Jeder Band enthält eine Inhaltsübersicht, in der auch die inhaltsmäßig zu diesem Band gehörenden verschollenen Werke angeführt werden; bei diesen im Band lücht abgedruckten Werken wird auf die Stelle iimerhalb der NBA verwiesen, an der sie erörtert werden.
Über kleinere Varianten eines Werkes („Lesarten") orientiert der Kritische Bericht. Ist ein Werk in mehreren Quellen mit Abweichungen größeren Ausmaßes überliefert, so werden sämtliche Fassungen abgedruckt, die mit hinreidiender Sidierheit auf J. S. Badi zurüdcgehen. Für die Ausgabe werden die Nummern des Thematisdi-systematischen Verzeichnisses der musikalisdien Werke von Badi (BWV) von W. Sdimieder beibehalten. In größeren Werken werden die einzelnen Sätze mit Rüdcsidit auf die Praxis numeriert, und zwar im allgemeinen in Übereinstimmimg mit dem BWV. Diese Numerierung verficht jedoch keine Ordnungsgnmdsätze, sondern stellt lediglich ein Zählprinzip dar. Mit Ausnahme der Werktitel sind sämtliche Zusätze des Bearbeiters innerhalb des Notenbandes gekennzeichnet, und zwar Buchstaben durdi Kursivdrude, Bögen durch Strichelung, sonstige Zeichen (z. B.
Ornamente) durch kleineren Stich. Daher werden alle der Quelle entnommenen Buchstaben — audi dynamische Zeichen wie f, p usw. — in geradem Druck wiedergegeben.
Als Werktitel werden normalisierte Titel gewählt, die originalen Titel köimen dem Kritischen Bericht entnommen werden; Satzüberschriften werden dagegen im originalen Wortlaut wiedergegeben. Die Akzidenzien sind nach den heute geltenden Regeln gesetzt. Zusatzakzidenzien, die vom Bandbearbeiter nach eigenem Ermessen gesetzt wurden (die also nicht durch die Umschreibung nach den heute gebräuchlichen Regeln notwendig wurden), werden in kleinerem Stidi wiedergegeben. Um ein möglichst getreues Bild von der Ausführung des Continuo zu vermitteln, wird die Zahl der erhaltenen Continuo-Stimmen auch da mitgeteilt, wo keine Angabe über das Instrument vorliegt, dem die Stimme zugedacht war. Transponierte Continuo-Stimmen erscheinen dabei grundsätzlich als „Organe" (fehlt diese Bezeichnung im Original, so wird sie kursiv gedruckt). Diese Angaben sind jedoch nur daim möglich, wenn die Originalstimmen einschließlich der Dubletten erhalten sind. Sie bezeichnen in jedem Falle nur die sicher nachweisbare Mindestzahl der beteiligten Spieler ohne Rücksicht darauf, ob die Mitwirkung nodi weiterer Instrumente aus unserer Kenntnis der Badischen Praxis heraus angenommen werden muß.
Die Bezifferung wird in normalisierter Orthographie wiedergegeben, jedocJi ohne Ergänzungen imd ohne Weglassung selbstverständliciier Ziffern. Der Text wird mit Beibehaltung alter Wort- und Lautformen, aber in modemer Rechtsdireibung, wiedergegeben.
Zu jedem Notenband erscheint ein gesonderter Kriti-sciier Bericht. Ein emsthaftes Studium der im Notenband abgedruckten Werke ist nur möglich, wenn der Kritische Bericht herangezogen wird.
Bekanntlich weisen Bachs Partituren meist erheblich weniger Vortragsbezeichnungen (Artikulationsbögen und -punkte, Dynamikzeichen) auf als die für praktische Aufführungen ausgeschriebenen und vom Komponisten revidierten Stimmensätze. Bei der Kantate VJarum betrübst du dich, rnein Herz, BWV 138, bewirkt der Verlust des Originalstimmensatzes, daß wahrscheinlich zahlreiche Bezeichnungen, die Bach zusätzlich in den Einzelstimmen angebracht haben