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Die Nacht hindurch fiel der kalte Aprilregen in Strömen. DieErde war stellenweise zu patschigem Schlamm aufgeweicht.Lux schlief schlecht. In seinem unruhigen, kurzen Schlafwimmerte er zuweilen, und dabei schien es ihm, in dem uferlosenWasser ertrinken zu müssen. Er fuhr auf und versuchte, denSchmutz abzuschütteln. Seitdem er vor Wochen von zu Hauseentlaufen war, konnte er sich an eine ähnlich unangenehmeNacht nicht entsinnen. Das durch sein Fell dringende kalteWasser hatte ihm die Haare zu struppigen Zotteln verklebt, under spürte die Kälte. Ein wenig später entdeckte er an derMuseumsmauer eine Bank, unter der die Erde nicht so feuchtwar. Er verkroch sich darunter, und allmählich überwältigte ihnwieder der Schlaf.Gegen Morgen schreckte ihn grelles Licht auf. Es donnerte.Sturm peitschte die Baumkronen im Stadtwäldchen. Der Hundschob erschrocken den Kopf in die Ecke zwischen Bank und * * .Mauer. Angstlich scharrte er die Erde, um sich zu verkriechen,sich tief in den Boden einzugraben, damit ihn die unheimlichenBlitze und der krachende Donner nicht mehr erreichen konn-ten.Die Angst vor dem Feuer hatte ihn auch von zu Hauseweggetrieben. Als er noch ein Welpe war, hatte ihn sein Herroft mit Feuer gequält. Dabei drückte er ihn fest auf seinenSchoß, so daß er sich nicht mehr rühren konnte, und ließ vorseiner empfindlichen Nase ein Streichholz entflammen. Ver-gebens hatte der Hund gezappelt, sich aufgebäumt und ge-winselt. Er blickte entsetzt in die vor seinen Augen tanzendebläulichgelbe Flamme. Angesichts solcher Qual krümmte sichsein Herr vor Lachen. Einmal wurde ihm von der Flamme auchdas Fell versengt, und Lux hatte vor Angst den Schoß des Herrn