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DIE FALSCHE BRAUT28. Erzáhlung der Novellensammlung Kiu hu ki kwan" (Wundersame Ge-schichten aus altér und neuer Zeit")Zur Sung-Zeit, wáhrend der Regierungsára Leuchtender Beistand" (1034-1038), lebte in Hang tschou ein Arzt namens Liu Ping J. Seine Gattin, eine geborene Tan, hatte ihm einen Sohn und eine Tochter geschenkt. Der Sohn Liu Po war seit früher Jugend dem Mádchen Perle, Tochter einer verwitweten Frau Sun, anverlobt. Dafi er ungewöhnlich begabt war und entgegen dem váterlichen Wunsch den árztlichen Beruf verschmáhte und für die Staatsprüfun-gen und die Ámterlaufbahn paukte, sei nebenher erwáhnt. Für unsere Erzáhlung ist es nebensáchlich. Seine fünfzehnjáhrige Schwe-ster Hui Niang war eine verführerische Schönheit, die es an Reizen mit einer Hsi Schi oder Fliegenden Schwalbe", jenen berühmten Fürstenliebchen des Altertums, aufnehmen konnte. Die Elternhatten sie bereits förmlich dem Sohn eines benachbarten Apothekers als Künftige versprochen.Eines Tages, als der junge Liu Po herangewachsen war, schickte sein Vater eine Maklerin in das Haus der Witwe Sun und drángte auf baldige Hodizeit. Zufállig erschien am selben Tag auch bei ihm eine Makierin im Auftrage des Apothekers Peh, der seinerseits die baldige Vermáhlung von Hui Niang wünschte.Vater Liu wollte nidit recht.