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Karl Friedrich SchinkelKarl Friedrich Schinkel zählt zu den be-deutendsten deutschen Baumeistern desKlassizismus. In Berlin, wo er jahrzehnte-lang als Architekt und Stadlplaner - aberauch als Landschaftsmaler und Zeichner,Schöpfer von Bühnenbildern und kunst-h and werklichen Gegenständen gewirkt hat,befinden sich seine markantesten Bauten,die in ihrer würdevollen Strenge das Ge-sicht der Stadt entscheidend mitbestim-men. Sein Lebenswerk genießt hohes An-seilen und ist ein wesentlicher Bestandteildes kulturellen Erbes, das in der Deut-schen Demokratischen Republik bewahrtund gepflegt wird.Dank der sozialistischen Kulturpolitik derPartei der Arbeiterklasse und der Regie-rung der DDR. konnten viele im zweitenWeltkrieg zerstörte oder schwer beschä-digte Bauten dieses genialen Architektenmit hohem materiellem Aufwand undmeisterlichem Können weitgehend origi-n a I ge l reu wiederherges teilt werden.Sie wurden, wie viele historische Bauten,harmonisch in die Stadtlandschaft dessozialistischen Berlins eingefügt.Für besondere Leistungen in Architekturund Städtebau verleiht der Bund derArchitektin der DDR alljährlich die Karl-Friedrich-Schinkel-Medaille.Karl Friedrich Schinkel wurde am 13. März1781 in Neuruppin als Sohn eines Super-intendenten geboren. Nach dem frühenTode des Vaters zog die Familie 1794 nachBerlin. Dort besuchte Schinkel zunächstdas Gymnasium Zum Grauen Kloster".Die Kunst hatte den jungen Mann bereitsin ihren Bann gezogen, so verließ er dieSchule und wurde 1798 Schüler der Archi-tekten David und Friedrich Gilly.Zu den ersten Aufträgen, die Karl Fried-rich Schinkel 1801 nach beendeter Lehr-zeil erhielt, gehörte neben dem Bau eineskleinen Pomonatempels an einem Wein-berg in Potsdam, dem Umbau des Schlossesbeziehungsweise Herrenhauses Buckow unddem Bau eines Hauses für den Bauunter-nehmer Steinmeyer in Berlin (die alle nichtmehr erhalten sind) die Errichtung vonWohn- und Wirtschaftsgebäuden in demDorfe Quilitz, das seit 1814 Neuhardenberghieß und heute den Namen Marxwakleträgt (Kreis Seelow im Bezirk Frank-furt/Oder). Im Jahre 1801 hatte ein Feuernahezu alle Häuser von Quilitz vernichtet.Das Dorf wurde daraufhin auf Empfehlungdes Landbaumeisters David Gilly nacheinem einheitlichen von Karl FriedrichSchinkel entworfenen Plan wiederaufge-baut. Schinkel orientierte sich dabei an deralten überlieferten Dorfanlage mit den amAnger aufgereihten Bauernhöfen, der Kir-che in der Mitte des Dorfes und dem Guts-haus mit dem Park an einer Querachsezum Dorfanger. Von den Häusern, die hiernach Schinkels Entwurf 1802 errichtet wur-den, sind noch zwei eingeschossige Wirt-schaftsgebäude rechts und links von derZufahrt zum Schloß erhalten geblieben.In den Jahren 1820/22 entwarf Schinkeldann die Pläne für eine grundlegende Er-neuerung des Schlosses, nachdem die Kir-