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Angelo Walther Karl Kröner
Fünfundachtzig Jahre alt, bis zuletzt im Vollbesitz seiner körperlichen und geistigen Kräfte, ist Karl Kröner am 3. Oktober 1972 in seinem Haus in Radebeul bei Dresden gestorben. Die Dresdner Kunstfreunde werden ihn noch lange vermissen, den kleinen Mann mit den hellen Augen und der straffen Haltung und Beweglichkeit des Malers, der nach der Wahrheit suchte und gewohnt war, sie sich zu erwandern. Über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahrhundert hinweg war Kröner in stetig zunehmendem Maße mit dem Kunstleben der Elbestadt verbunden und galt dank seiner eigenständigen künstlerischen Leistving xmd seiner persönlichen Ausstrahlung seit langem als einer der Klassiker der jüngeren Dresdner Malerei. Seine Vorbildwirkung erfüllte sich besonders seit 1945, als mit dem Ende der faschistischen Herrschaft auch auf kulturellem Gebiet neue, humanistische Prinzipien zur Geltung kommen konnten. Karl Kröner hat aus fester innerer Überzeugung alle seine Kräfte für ihre Verwirklichimg eingesetzt, in verantwortungsvollen Funktionen im Verband Bildender Künstler, in der Gewerkschaft Kvmst wie als Organisator der ersten großen Kunstausstellungen in Dresden nach dem Kriege, Bis zuletzt war er aus den Veranstaltungen des Dresdner kulturellen Lebens nicht wegzudenken, freudig begrüßter Gast vor allem der zahlreichen AusstellungseröiFnungen, der mit Vitalität und gesundem Selbstbewußtsein ebenso kenntnisreich wie kritisch aktiv Stellung nahm und sich für alles, was geschah, auch immer selbst mit verantwortlich fühlte. Tatkräftig und entschieden,