Bővebb ismertető
VorwortDas spanische Binnenland ist leider oder glücklicherweise vom Ein-fluss jenes vielschichtigen Massentourismus unberührt geblieben, der unser Land zum Ferienziel ersten Ranges gemacht hat. Wie lässt sich angesichts von Ziffern, die in die Millionen gehen, ein gemeinsamer Nenner finden für Meer und Gebirge, für Strände und Sturzbäche, für Appartment-Hochhäu-ser und Bergbauernhöfe? Auf keinerlei Weise; sie sind nicht miteinander zu vereinbaren, und gerade darin liegt ihr besonderer Reiz.Dieser Text handelt von Seen und Aussichtspunkten, von Engpässen und Schluchten, von Klammen und Erdsenkungen, Steilhängen und Flussquellen, an denen uns die in der Folge beschriebenen Routen vorbeiführen werden. Auf unseren Wegen durch Kastilien-La Mancha und Estremadura werden wir ausserdem Windmühlen, Stauseen, Burgen, Wildreservate, Naturschutzgebiete, Paradore, Kathedralen, sehenswürdige Städte und einsame kleine Dörfer sehen.Allein die Erwähnung mancher Namen erinnert unverhofft an nie gelernte Kunst- und Geschichtslektionen: Toledo, Cuenca, Cáceres, Atienza, Sigüenza, Pastrana, San Clemente, Almagro, Ocana, Villanueva de los Infantes, Chinchilla de Montearagón, Alcalá de Júcar, Alcaraz, Trujillo, Guadalupe, Plasencia, Garganta la Olla, Hervás, Alcántara, Coria, Mérida, Oli-venza, Azuaga, Llerena, Zafra, Fregenal de la Sierra oder Jerez de los Caballeros warten seit Jahrhunderten auf alle diejenigen Reisenden, die noch zu träumen vermögen.In den Bereichen von Kastilien-La Mancha und Estremadura sind aus uralter Vergangenheit Nekropolen, Dolmen, Monolithen, prähistorische Behausungen, Höhlen, Siedlungen der Megalithkultur, Brücken, Mauern, Zirkusse und Theater erhalten. Dazu gesellen sich alte Traditionen (los mayos, los botargos) und urwüchsige, abwechslungsreiche Volksfeste wie die zu Fronleichnam in Valverde de los Arroyos und Camunas; die Karwoche in Cuenca, Tobarra, Hellin oder die empalaos in Valverde de la Vera; die Überführung von Heiligenfiguren in vollem Lauf, Umzüge zu Pferde, Stierkämpfe, Kämpfe zwischen Mauren und Christen, die Versteigerung der andas (Traggestelle der Heiligenfiguren während der Prozessionen), Teufelsfeste, encamisás, Weihnachtsspiele und magische Feiern zur Winterzeit (las jarramplas, el taraballo, las carantonas und el Pero Palo), die in ihrer Originalität, ihrem Einfallsreichtum und ihrer Schönheit von unwiderstehlichem Reiz sind.In Spanien liegt ohne Zweifel alles unter der Sonne; aber dazu gehört viel mehr als die Küstenzone und das warme Klima. In den Kontrasten der Estremadura, vor den Burgen Kastiliens und auf den von Windmühlen gesäumten Wegen von La Mancha findet der Reisende Licht für seine Augen, rauhe Tonerde für seine Hände, würzige Weine und Gerichte für seinen Gaumen; und eine grosse innere Ruhe.i'-