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VORWORT VON KARDINAL DE JONG ZUR HOLLÄNDISCHEN AUSGABE
»Was überall, immer und von allen geglaubt worden ist, das im wahren und eigentlichen Sinne Katholische oder Allgemeine.« [Vinzenz v. Lerin]: das ist der Inhalt dieses Buches.
Der Leserfindet darin nichts anderes als das klassische Gemeingut der Kirche, wie es in der Heiligen Schrift, den Liturgien und den kirchlichen Lehrentscheiden zu finden ist. Hier und da wird er andere Gedanken wiedererkennen, vor allem von Augustinus und Newman, mehr aus der Erinnerung verwendet als wörtlich angeführt. Was er nicht finden wird, ist Apologetik und Kontroverse. Das Buch hat kein anderes Ziel als die schlichte göttliche Wahrheit in ihrer Majestät, Schönheit und Kraft durch sich selbst sprechen zu lassen. Daß diese Wahrheit gelegentlich scharfe Grenzen zieht, hat Christus selbst gesagt: »Wer nicht mit Mir ist, ist wider Mich, und wer nicht mit Mir sammelt, der zerstreut« \Mt 12, jo].
Schon längere Zeit war in unserer Sprache kein Buch mehr erschienen, das den gesamten Inhalt des Glaubens systematisch in gedrängter Form behandelte und zugleich, unter Vermeidung der theologischen Fachsprache, sich doch an gebildete Christen wandte und in der religiösen Sprache unserer Zeit geschrieben war. Das vorliegende Buch kommt diesem Bedürfnis nach.
Es schließt sich an die bewährten katechetischen Werke früherer Zeit an; wie diese ist es auf dem ehrwürdigsten und lebendigsten, weil bei jederTaufe benutzten Glaubensbekenntnis aufgebaut: auf dem Apostolischen Symholum. Wir hören zunächst von dem Werk, das dem Vater zugeschrieben wird: der Schöpfung unserer geistigmateriellen Welt. Weiterhin von der Wiederherstellung, die von Gottes Eingeborenem Sohn, unserm Herrn Jesus Christus gewirkt ist. Dann vom Werk der Heiligung, das wir dem Heiligen Geist zuschreiben, der von beiden ausgeht. Endlich von der Vollendung aller Dinge in einer neuen Schöpfung, die das Werk des Dreieinigen Gottes krönen und in der Gott »alles in allem sein wird« [i Kor 13, 28]. Dieses Buch ist ivirklich aus den wahren Quellen geschöpft. Wo es nur irgend möglich war, sind die Worte der Heiligen Schrift selbst angeführt, denn neben dem unverfälschten Wort Gottes verblaßt jedes andere Wort. Auch ist in keinem einzigen Kapitel vergessen, daß die Gebetsregel der Kirche soviel reicher ist als die Glaubensregel: darum sind neben den knappen Formeln der Dogmen auch die Gebete und Hymnen der Liturgie ausgiebig zitiert. Daß darunter auch Stimmen von außerhalb
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