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Liebe Kalenderfreunde!
Es gibt wohl kaum ein Wort, das so oft gesprochen und geschrieben wurde wie das Wort Hoffnung. Alle reden von Hoffnung: Gläubige und Ungläubige, Christen und Atheisten, Marxisten und Moslems, Scheiternde und bereits Gescheiterte, Erfolgreiche und solche, die meinen, stets im Leben Pech zu haben, und die dennoch immer wieder von vorn beginnen.
Das Thema Hoffnung geht uns alle an - ohne Ausnahme. Es ist für jeden, ganz gleich ob gesund oder krank, von großer Tragweite. In fast allen Völkern hat es Denker gegeben, die die Frage stellten, worauf wir Menschen wirklich hoffen dürfen.
Wie viele Bücher wurden über die Hoffnung geschrieben! Bedeutende Männer wie Ernst Bloch, Josef Pieper, Jürgen Moltmann, Romano Guardini, Tobias Brocher, Viktor E. Frankl, Teilhard de Chardin und Alexander Solschenizyn widmen in ihren Werken dem Thema Hoffnung überaus beachtliche und beachtenswerte Ausführungen.
Es gibt »Fachleutefür Hoffnung«: Ärzte, Psychologen, Seelsorger, Pflegekräfte u. a. Sie bemühen sich, Menschen zu helfen, die sich schwertun mit der Hoffnung, die im Kern ihres Wesens getroffen sind, die oft nicht mehr ein noch aus wissen. Sie leisten oft großartige Arbeit, ohne daß die Außenwelt davon Kenntnis bekommt.
Auch Reklame und Propaganda, Fernsehen und Illustrierte haben sich des Themas Hoffnung angenommen. Sie spekulieren auf die Anfälligkeit der Menschen für Hoffnung. Sie wecken Bedürfnisse nach »noch mehr«. Sie reden dem einzelnen ein: Wenn das und das erreicht ist, ist das große Glück da, ist man wunschlos zufrieden.
Hoffnung ist »in«, der gefragteste »Artikel« in der geistigen Landschaft aller Zeiten und Zonen. Darum möchte ich in diesem Kalender mit Ihnen über diese unverzichtbare menschliche Grundhaltung nachdenken - in Artikeln und Erzählungen, Geschichten und Anekdoten, Glossen und Zitaten, Gebeten und Liedern. Die Gedanken sind dem Leben abgelauscht.
Der Volksmund sagt mit Recht: »Hoffnung verloren - alles verloren«. Es wäre schön, wenn der eine oder andere nach der Lektüre dieses Kalenders sagen würde: »Ich will es wieder versuchen. - Ich lasse mich nicht gehen. - Ich fange wieder neu an.«
In diesem Sinne grüße ich Sie sehr herzlich
Ihr Reinhard Abeln