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Kapitel 1 Marco Luciani
Marco Luciani stellte den Motor ab, nahm die Einkaufstüten und die Zeitungen vom Sitz, warf die Autotür zu und öffnete das Gartentor. Er war an jenem Morgen erstaunlich früh aufgewacht, wenn man bedachte, dass er den Großteil der Nacht kein Auge zugetan hatte. Bei dieser Julihitze, die sich schon morgens um halb acht bemerkbar machte, bestand keine Hoffnung, dass er noch einmal einschlafen würde, und so hatte er beschlossen, sich nicht noch eine Stunde im Bett herumzuwälzen, sondern vom Boschetto hinunter ins Zentrum zu fahren und ein paar Sachen zu besorgen.
Er durchquerte den Garten, öffnete die Glastür und fand seine Mutter am Küchentisch, wo sie Zeitung las.
»Hallo, Mama, alles in Ordnung?«
»Alles in Ordnung. Hast du an die Milch gedacht?«
»Klar«, sagte Marco Luciani und stellte den Einkauf auf den Tisch.
»Und an den Zucker?«
»Klar.«
»Sehr gut.«
»Hier nimm, ich habe auch die Zeitung gekauft, dann kannst du wenigstens die von heute lesen.«
»Ach ja, gut. Die Espressokanne steht bereit. Du musst nur den Herd anmachen. Ich schaue mir in der Zwischenzeit die Todesanzeigen an.«
Marco Luciani verdrehte die Augen. »O Mama, diese Manie, zu kontrollieren, wer gestorben ist.«