Bővebb ismertető
Länger schon als eine Stunde beobachte ich Francisco, der an der Mauer lehnt und unverwandt wartet. Es ist klar: Er hat seine Anweisungen, und sie haben ihreV orhereitungen getroffen. Francisco wartet, wie wir warten. Die Umrisse seiner Gestalt verschwimmen in der Finsternis. Allzugern würde ich jetzt in sein junges Gesicht, ihm in die kalten Augen sehen, aber in dieser ärmlichen Gasse leuchten keine Neonröhren. Und ich darf nicht einmal im Zimmer am Lichtschalter drehen. Gloria ist etwas zu vorsichtig.Wirklich ein ausdauernder Bursche, es scheint so, als würde es ihm nicht langweilig", sage ich.Umsonst tut er es nicht." Gloria verfolgt mißtrauisch, wie ich die schadhafte Jalousie heimlich um z^ei Spalten anhebe, um ein größeres Blickfeld zu haben. Mondlicht sickert herein, und ein weißes Gitter liegt auf der Diele. Sei vorsichtig; laß dich nicht sehen." Ich kann die Angst in ihrer Stimme hören.Wozu? Er weiß schon längst, daß ihr euch hier aufhaltet." Manuelas Stimme ist ganz ruhig.Bis auf Francisco ist die Gasse völlig menschenleer, totenstill. Das nächtliche Gesumm ist verstummt. Noch vor Mitternacht pochte in ihr das Leben. Die Familien hockten vor den Türen, schwatzsüchtige Frauen und Männer, und ein dichter Schwärm Halbwüchsiger umringte einen Gitarrespieler. Diese Gesichter, wie verschieden, vital, frisch und liebesdurstig Die Sambamelodie klang bis zu uns herauf. Und ich dachte schon, die Nacht wäre ihnen zum Schlafen zu heiß. Ich sah in die beiden Räume gegenüber: Almiro, der Neger, dessen einziger Sohn im Hafen durch eine stürzende Kiste umgekommen ist, lag nackt und einsam auf seinem Bett und