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Die Absage Statt eines Vorwortes
Eigentlich wollte ich absagen. Mein Schreiben an den Deutschen Katholikentag in München lag bereit. Man hatte mich überschätzt.
Mir war die Aufgabe zugefallen, jeden Abend, um 21.30 Uhr in der Anbetungskirche des ,,Geistlichen Zentrums" vor der Monstranz zu beten.
Es sollten meine eigenen Gebete sein, vor allem jene, die in meinen Bücher nachzulesen waren. Eine ,,hohe Ehre", so fand ich, und zugleich eine Herausforderung! Aber die Aufgabe, als einziger Mensch am Ort der Stille, vor der Monstranz Gebete zu sprechen, konnte von mir nicht angenommen werden. Ich erkannte das mehr und mehr.
Natürhch hätte ich sofort, beim Eintreffen der Einladung, absagen sollen. Diese Aufgabe mochte einem Bischof zustehen oder einem anderen prominenten Theologen, aber doch nicht mir.
Zwar hatte ich mich seit Wochen tief in die heilige Eucharistie hineingelebt. Ich hatte meine große Liebe zu ihr betrachtet, aber auch meine Zerbrechlichkeit. Meine Zerbrechhchkeit wog über. Ich stand einen harten Kampf durch. Aber dann schien alles klar in mir. Ich entschloß mich, am nächsten Tag die Absage auf den Weg zu schicken.
In der Nacht vorher fand ich keinen Schlaf.
Die vor mir stehende Absage ließ mir keine Ruhe. Fragen
bedrängten mich: