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VORWORT ZUR DEUTSCHEN KIPLING-AÜSGARE
Rudyard Kipling wurde am 3o. Dezember i865 iri Rombay geboren, „zwischen Palmen und Meer". Sein Vater, John Lockwood Kipling, Sohn eines englischen Geistlichen, war Architekt und Rildhauer an der Kunstschule von Rombay, späterhin Kurator des Zentralmuseums in Lahore. Er war ein großer Kenner altindischer Tempelskulptur und schrieb auch ein in England bekanntes Werk über „Tiere und Menschen Indiens". Zu Anfang des Jahres i865 heiratete er Alice Macdonald, ebenfalls die Tochter eines englischen Geistlichen und berühmten Kanzel red ners, die sich auch als Dichterin versuchte und im Jahre i;
1902 zusammen mit ihrer Tochter, Rudyard Kiplings Schwester, ein Ruch „Verse einer Mutter und Tochter" herausgab.
Rerichte damaliger Freunde des Hauses Kipling ii^
sprechen von der Fülle von Kunstwerken, Alter-tümern, Raritäten, die jeder Raum barg, und von dem It^
lebhaften, klugen, künstlerischen Geist, der in dem gastfreien Hause herrschte. „Die gütigsten und liebens- " ,
würdigsten Menschen, die ich je kennengelernt habe", schreibt ein Resucher. Wir werden nicht fehlgehen, wenn wir ein gut Teil solchen Geistes dem schottisch- i
irischen Rlut der Mutter zuschreiben und der Erb- ;'
Schaft jenes schönen, von herrlichsten Räumen durch- j
rauschten Insellandes, dessen Farbe Grün und dessen -
Wappen die Harfe ist und dessen Kinder freilich in