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Loh der Großmutter
«Erhabne Gros Mama, Des Jahres erster Tag erweckt in meiner Brust ein zärtliches Empfinden,
Und heißt mich ebenfalls Sie ietzo anzubinden Mit Versen, die vielleicht kein Kenner lesen mag »
So begrüßte der aditjährige Wolfgang Goethe am Neujahrstag des Jahres 1757 seine Großmutter und unterzeidinete seinen zagen dichterischen Versuch «mit den Gesinnungen kindlicher Hodiachtung und Liebe».
Ein weniger sprachmächtiger Neunjähriger drückt im Jahre 1977 sein Gefühl für die Oma kurz und bündig so aus:
«Ohne Großmütter wäre die Welt einfach nicht die gleiche.»
In die Literatur hat sie übrigens merkwürdig wenig Eingang gefunden, die Gros Mama, die Große Mutter, die Nonna, Meme, Oma, Großmama, Granny oder wie immer sie genannt wurde und wird. Dort tummeln sich die Mütter und Tanten, die Muhmen und Gevatterinnen, dodi von Großmüttern ist selten oder kaum die Rede. Sollte es daran liegen, daß sie so stark in unseren Herzen leben, ihre Rolle als Mittlerin