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Kleine Schiffskunde [antikvár]

Werner Timm

 
Von Urzeiten an hat der Mensch danach getrachtet, das Wasser als Verkehrs- und Transportweg zu nutzen. Mit den einfachsten, naturgegebenen Hilfsmitteln wurden die ersten primitíven Wasserfahrzeuge für die Fahrt auf Flüssen, Binnengewássern und in der Náhe der Küsten geschaffen. Der ausgehöhlte Baumstamm, der Einbaum, und aneinandergebundene Holzstámme, das Flofi, stellen zwei der typischen Urformen von Wasserfahrzeugen dar, die unabhángig voneinander an den verschiedensten Stellen der Erde entstanden. Wo kein Holz vorhanden war, wuBte...
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Von Urzeiten an hat der Mensch danach getrachtet, das Wasser als Verkehrs- und Transportweg zu nutzen. Mit den einfachsten, naturgegebenen Hilfsmitteln wurden die ersten primitíven Wasserfahrzeuge für die Fahrt auf Flüssen, Binnengewássern und in der Náhe der Küsten geschaffen. Der ausgehöhlte Baumstamm, der Einbaum, und aneinandergebundene Holzstámme, das Flofi, stellen zwei der typischen Urformen von Wasserfahrzeugen dar, die unabhángig voneinander an den verschiedensten Stellen der Erde entstanden. Wo kein Holz vorhanden war, wuBte man sich mit viel Geschick anderer Materialien zu bedienen: Schilf, Rinden, Rohrflechtwerk, Felle, Tierháute und selbst Tongefáfie wurden zur Herstellung eines mehr oder weniger leistungsfáhigen Schwimmkörpers benutzt. Viele dieser unter den lokálén Bedingungen sehr unterschiedlichen primitíven Wasserfahrzeuge sind der wissenschaftlichen Forschung des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts noch erreichbar gewesen, bis sie von der Technik der modernen Zivilisation verdrángt wurden. Doch noch heute - in der Zeit der Ozeanriesen von mehr als ioo ooo t - findet der Forscher an entlegener Stelle primitive Wasserfahrzeuge, die in ihrem Typ der frühesten Entwicklungsstufe des Schiffbaues entsprechen. Mit dem Vergröfiern des Einbaums durch Aufsetzen von Planken entstand die Pirogé, eine entwickeltere Bootsform. Das Verlangen nach gröBeren Fahrzeugen und auch der örtliche Mangel an geeignetem Holz zwangen zum Aufbau aus Einzelteilen. So entstanden beispielsweise in Ágypten kiellose, flachbodige Schiffe. In der chinesischen Dschunke hat sich ein jahrhundertealter, flachbodiger Schiffstyp bis in unsere Tage erhalten. Das auf einem durchgehenden Kiel mit Spanten und Planken aufgebaute Schiff, das die Weltmeere beherrschen sollte, war in seiner konstruktiven Anlage schon im altén Mesopotamien in der Flufischiffahrt bekannt. Die Gröfie der Fahrzeuge nahm stetig zu. Die Bedeutung der ersten, primitíven Wasserfahrzeuge darf dabei nicht unterschátzt werden. Sie erfüllten die ihnen gestellten Aufgaben und überraschen nicht seiten durch Zweckmáfiigkeit und Leistungsfáhigkeit, ganz abgesehen von der geschickten

Termékadatok

Cím: Kleine Schiffskunde [antikvár]
Szerző: Werner Timm
Kiadó: VEB Verlag der Kunst
Kötés: Félvászon
Méret: 120 mm x 190 mm
Werner Timm művei
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