Bővebb ismertető
EinleitungDas Agyptische Museum Berlin gehört neben dem Louvre in Paris, dem Britischen Museum in London und den Museen in Turin und Leiden zu den frühesten Sammlungen altagyptischer Kunst und Kultur. 1823, ein Jahr nach der Entzifferung der Hie-roglyphen durch den französischen Orientalisten Champollion, gelangte der erste bedeutende Ankauf agyptischer Altertümer nach Berlin. Wenig spater setzte der Naturforscher Alexander von Humboldt die Erwerbung einer in Paris zum Verkauf aus-gebotenen * reiehen Privatsammlung durch, die der Italiener J. Passalacqua ím Nillande selbst zusammengebracht hatte. Kunstwerke und Gegenstande der materiellen Kultur wurden von Passalacqua, dem ersten Direktor des Agyptischen Mu-seums, 1827 in einem Galeriebau des ehemaligen Berliner Schlosses Monbijou aufgestellt und der Offentlichkeit zugang-lidi gemacht. Berlin und seine Gaste zeigten bald ein reges In-teresse an dieser fremden Kultur: über 14000 Besucher im Jahre 1841 sind bei der damaligen GröBe der Stadt und den wenigen öffnungsstunden eine betrachtliche Zahl.Die Funde der ersten preuBischen Agyptenexpedition un-ter Leitung des Pioniers der jungen Agyptologie Richárd Lep-sius (1842-45) und mehrere Ankaufe führten zu einer umfang-reichen Erweiterung der Sammlung, die 1850 in das Neue Museum umzog. Hier bestimmte Lepsius Einrichtung und Aufstel-lung der Altertümer und verband schlieBlich das Direktorát des Museums mit der Universitatsprofessur. In der Folgezeit wirkten am Berliner Agyptisdien Museum bedeutende Gelehrte wie Heinrich Brugsch, Adolf Erman, Heinrich Schafer, Wilhelm Schu-bart, Siegfried Morenz und Restauratoren wie Hugó Ibscher. Ihre Arbeit im Museumsdienst machte die Sammlung zu einer Ausstellungs- und Forschungsstatte von internationalem Rang.Von den Ausgrabungen der Berliner Museen und der Deut-schen Orientgesellschaft in Agypten vor dem 1. Weltkrieg wurde die Freilegung groBer Teli von Teli el-Amarna, der altén Resi-