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Die Höhle im alten Baum
Wahki und seine Geschwister wurden in einem hohlen Ahornbaum hoch über dem Erdboden geboren. Sie kamen blind auf die Welt, und in den ersten zwanzig Tagen -bevor sich ihre Augen öffneten - schliefen sie die meiste Zeit. Die Höhle war warm und mit Laub und vermodertem Holz weich ausgepolstert. Auch der Pelz der Mutter war warm und weich.
Wenn die kleinen Waschbären hungrig waren, wimmerten sie leise, tappten und krabbelten auf der Mutter umher und suchten nach den Milchzitzen. Hatten sie sich sattgetrunken, schliefen sie wieder ein. Schlafen und trinken - das war alles, was sie tun mußten, Wahki und seine Schwester und die zwei Brüder. Dabei wuchsen sie, wurden von Tag zu Tag ein wenig größer. Von der Welt außerhalb ihrer Höhle nahmen sie nichts wahr. Und natürlich hieß der kleine Waschbär damals noch nicht Wahki. Diesen Namen sollte er erst viel später erhalten.
Ein Stück entfernt vom hohlen Ahorn floß ein Bach durch den Waid, das sandige Ufer voll kleiner Buchten und Tümpel. Im flimmernd klaren Wasser zeichnete sich jeder Stein und jedes Sandkorn auf dem Grund deutlich ab. Nur dort, wo die Bäume bis dicht ans Ufer standen, wurde der Bach unter dem Schattendach der Äste geheimnisvoll dunkel, fast schwarz.
Tagsüber, wenn es draußen hell war, lag Mutter Waschbär bei ihren Jungen im Halbdunkel der Höhle. Wenn die Sonne hinter den Bäumen verschwunden war und der Abend zu dämmern begann, verließ sie die Höhle. Sie kletterte den
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