Bővebb ismertető
Zur l^inführungEin neues Fach ist im Begriff, sich zu formieren, lokale und internationale Institutionen aufzubauen: die Pulmonologie. Bisher wurde die Klinik der Lungenkrankheiten, soweit sie sich schon isoliert hatte, vorwiegend von Heilstättenärzten und Spezialisten für die Lungentuberkulose getragen. Im Grunde handelte es sich also um die Klinik der vielgesiehtigen, schweren, chronischen Infektionskrankheit, der Tuberkulose und nicht primär der Lungen. Nun treten das Bronchialkarzinom, die Silikose, das Bronchialasthma, die Verschleißkrankheiten der Lungen, der Lungengefäße und des Thoraxskelettes, ferner die Bilharzia, die Toxoplasmose usw. immer mehr in den Vordergrund und machen die Pulmonologie zu einem aktuellen und breiten Fach. Vor allem die Klinik des Bronchialkarzinoms hat sich stark entfaltet. Sie ist heute eines der maßgeblichen Schwerpunktgebiete der gesamten inneren Medizin und der medizinischen Forschung.Atomisierung der inneren Medizin ?Sonderfach Pulmonologie soll nun nicht heißen, daß sie aus der inneren Medizin gelöst werden müßte. Insbesondere darf sieh die medizinische Universitätsklinik nicht daraus zurückziehen. Sie würde ihre Universalität verlieren. Aber in besonderen Spitälern und Instituten mag das Sonderfach speziell gepflegt und in den Vordergrund gestellt werden.Dadurch, daß große allgemeine innere Abteilungen weiterhin sieh um die Pulmonologie kümmern, ist der Kontakt zum Ganzen immer wieder lebendig. Starke und exklusive Überspezialisierung hat einige Vorzüge, aber auch die Gefahr des Autismus. Der letztere und andere Nachteile der Absonderung können nur überwunden werden, wenn die Beziehung zur Gesamtmedizin, zu den Grenzgebieten und in den einzelnen Ländern, zur ausländischen Fachwelt immer wieder neu gesucht wird. Es gibt jedoch ein Problem, welches in der Medizin stets zur Überspezialisierung drängt, das ist der ungeheure Umfang der Spezialliteratur und der Dokumentation. Es gibt z. B. in einer kleinen Sparte der inneren Medizin ein literarisches Gesamtopus von über 40000 Publikationen. Wir können diese Überfülle an Schrifttum, an Ergebnissen und Fortschritten nur absorptiv überwinden, d.h. wir müssen immer wieder ordnen, sichten und resümieren. Sonst geht die Übersicht in allen Bereichen verloren und das wertvolle Neue und Alte kommt nicht optimal zum Tragen. Die einschlägige Literatur ist für den einzelnen in ihrer Gesamtheit nur noch schwer zugänglich.Ähnlich ist es in weiteren Sparten der Medizin und insbesondere in den Zweigen der inneren Klinik, welche sich in einem langsam, aber konsequent fortschreitenden Atomi-sierungsprozeß beginnen, sich von jener anscheinend endgültig zu lösen. Das ist fast eine Schicksalsfrage der inneren Medizin, aber ebensosehr der sich lösenden Teilgebiete selbst, denen die splendid Isolation nicht gut bekommen wird und die im Begriff sind, sich noch weiter zu unterteilen, z. B. in Laboratoriumsspezialitäten. Wird es gelingen, nach Sondern des Wichtigen von dem Unwichtigen, einen engen, dauernden Kontakt zwischen den vielen abgetrennten Zweigen und der Mutterklinik im Interesse der Kranken und der Forschung auch fernerhin sicherzustellen?UniversalitätDie Spaltungstendenzen sind weiterhin dadurch entstanden und schließlich aktiviert worden, daß man behauptet - wir sind nicht der Ansicht -, die ganze innere Medizin ließe sich auch technisch nicht mehr von einer einzigen Person beherrschen, sowohl hinsichtlich1 Knipping, Lunge