Bővebb ismertető
Vorwort des Verfassers Anliegen dieser Monographie ist es, anhand des Zusammenspiels der einzelnen Mediatorsubstanzen, die im Schock freigesetzt oder aktiviert werden, eine allgemeine Information über die modernen Auffassungen der Pathogenese direkter und indirekter Schockreaktionen zu geben. Letztlich sind es endogene Substanzen, die beim Mediatorschock - alsó auch bei praktisch allén Formen des Arzneimittelschocks - zur Hypovolámie und zum ischámischen Schock, der gemeinsamen Endstufe aller Schockformen, führen. Die Auslösung von Schockreaktionen durch Arzneimittel, Diagnostika und hochmolekulare Plasmaersatzstoffe ist ein Problem, mit dem sich die Árzteschaft in zunehmendem Maí?e auseinandersetzt: aus Klinik und Praxis wird námlich über eine Zunahme unerwünschter akuter Arzneimittelreaktionen berichtet. Über die Pathogenese des Arzneimittelschocks liegen bereits zahlreiche Untersuchungen vor. Bisher fehlte jedoch eine zusammenfassende, kritische Darstellung und Wertung der klinischen Beobachtungen und experimentellen Ergebnisse aus den Gebieten der klinischen Pharmakologie, Immunologie, Toxikologie und Biochemie. Aus diesem Grund erschien es angezeigt, die modernen Auffassungen von Schockentstehung und Schockbekámpfung zusammenfassend darzustellen und kritisch zu beleuchten. Aufgrund eigener Arbeiten liegt das Hauptgewicht zum Teil auf dem Gebiet der klinischen Biochemie. Eine umfassende Information der Árzteschaft über den Arzneimittelschock scheint auch deshalb besonders wichtig, da sich die Háufigkeit derartiger Zwischenfálle nur durch gezielte Prophylaxe und kritischere Indikationsstellung senken láEt. Da das Schwergewicht der Pathogenese des Arzneimittelschocks auf der humoralen oder zelluláren Anaphylaktoidie liegt, werden in der vorliegenden Monographie die anaphylaktoiden Pharmaka, Narkosemittel, Plasmaersatzstoffe und Gifte besonders berücksichtigt. Auch die Prognose des Arzneimittelschocks verbessert sich ganz wesentlich, wenn die theoretischen Grundlagen seiner Entstehung und die sich hieraus ergebenden GegenmaEnahmen im einzelnen bekannt sind. In Anbetracht des Fehlens einer zusammenfassenden Darstellung wird hier die modernste Form der Schockbekámpfung, die Verabreichung von Glukokortikoiden in hohen Dosen, in ihren biochemischen Grundlagen ausführlich gewürdigt. Wien, im Mai 1975 Wolfgang Raab