Bővebb ismertető
VORBEMERKUNGAls Forscher und einer der leitenden Wissenschaftler eines großen historischen Forschungsinstituts in Ungarn konnte ich meine Forschungsergebnisse und ge-'schichtspolitischen Ideen deutschen Kollegen im Laufe der letzten zwanzig Jahre oft vorstellen. Ich wurde zu vielen Veranstaltungen eingeladen und diese Anlässe boten mir die Gelegenheit, Aufsätze zu verfassen, die dann in verschiedenen Zeitschriften und Sammelbänden erschienen. Die Themen bezogen sich auf die Geschichte wichtiger politischer Wendepunkte des 19. und 20. Jahrhunderts ebenso wie auf die Probleme der Geschichtspolitik und der kollektiven Erinnerung. Alle Aufsätze in diesem Band wurden für eine deutsche Leserschaft geschrieben, obwohl diese Themen in meinen auf Ungarisch und Englisch verfassten Werken natürlich auch auftauchen. Der gemeinsame Nenner dieser in drei Gruppen eingeteilten Aufsätze ist die ständige Suche nach den tieferen Ursachen großer historischer Wendepunkte. Ich beziehe mich dabei auf ein Dilemma, hervorragend dargestellt von Fritz Stern in seiner bahnbrechenden Arbeit' über die intellektuellen Wurzeln des Nationalsozialismus: Sind es die kulturellen Wasserscheiden, die politische Konflikte generieren, oder im Gegenteil, sind es die politischen (sozialen, nationalen) Konflikte, die die tatsächlichen Wurzeln kultureller Konfrontationen bilden? Die für meine 1968er Generation" wichtigste Wende war die Periode des Systemwechsels in den Ländern des ehemaligen Ostblocks im Anschluss an den,/Zusammenbruch der Sowjetunion. Mehrere Aufsätze in diesem Band versuchen!dementsprechend, die Zusammenhänge zwischen politisch-historischem Deriken und dem politischen Systemwechsel darzustellen.Die Liste der deutschen, österreichischen und schweizerischen Kollegen, die mich zum Schreiben dieser Aufsätze ermuntert haben, wäre allzu lang, im Anhang;habe ich allerdings die Erscheinungsorte der ersten Fassungen der einzelnen Artikel angegeben. Ich bedanke mich bei allen Redakteuren und Konferenzorgani-' satoren für Ihre Hilfe. Den größten Dank schulde ich aber meinem Arbeitsgeber und meiner intellektuellen Heimat, dem Institut für Geschichtswissenschaft, Teil des Forschungszentrums für Humanwissenschaften der Ungarischen Akademie ? der Wissenschaften, das mich seit mehr als vierzig Jahren mit idealen Arbeitsbe- Í dingungen verwöhnt. S] 'Keinesfalls hätte ich an diesem Buch erfolgreich arbeiten können, wenn mich'/mein im Jahre 1998 verstorbener Vater Lajos Pók nicht in die deutsche Kultur ein-Jgeführt hätte und mir meine Mutter Alice P. Somlai und meine Frau Andrea Póki'nicht mit ihrer Liebe und ihrem Vertrauen beigestanden hätten. Mein Dank ge-| 'bührt besonders ihnen.Fritz Stern, The Politics of Cultural Despair. New York 1961.