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GELEITWORT
„Die Stadt ist im ganzen schön gebaut mit schnurgeraden Straßen und großen Plätzen, hin und wieder trifft man Alleen von halbverdorrten Bäumen, die, wenn der unheimlich sausende Wind dichte Staubwolken vor sich hertreibt, ihr fahles Laub traurig schütteln . . . Ich wünschte aber wohl, daß Du das schöne Tor, welches eine Quadriga mit der Siegesgöttin schmückt, sehen könntest. Es erinnert an den großen erhaben einfachen Stil unserer Vorfahren." In einer Erzählung Ernst Theodor Amadeus Hoffmanns finden wir diese eindrucksvolle Schilderung des Berliner Stadtbildes, wie es sich in den ersten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts Bewohnern und Besuchern darbot. In dem zeitgenössischen Berlin wirkte Hoffmann als Kammergerichtsrat, nebenher fand er die Zeit, ein ungemein vielseitiges künstlerisches Talent zu entfalten. Er glänzte als hochbegabter Schriftsteller und Komponist, fruchtbarer Musikkritiker, origineller Maler und Karikaturenzeichner. In schlechten Zeiten fand er als Musiklehrer, Dirigent und Opernregisseur sein Brot. Seine Freunde haben ihn als einen behenden Typus von zierlicher Gestalt geschildert, mit dunklem Kopfhaar und stechendem Blick, großer Adlernase und beweglichem Mienenspiel. Mit ätzendem satirischem Witz begabt, war Hoffmann im Dienst pflichteifrig, aber sobald er der Bürohaft entrann, lebensfroh und dem Gotte Bacchus zugetan. Eine seltsame Mischung zwischen einem Beamten und einem Bohemien. Seltsam
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