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Gerhard Stinglwagner - Knaurs Großes Jagdlexikon [antikvár]
 
VorwortRascher Wandel, Schnellebigkeit und Vergänglichkeit sind herausragende Merkmale unserer Zeit. Was gestern noch Gültigkeit hatte, ist heute oftmals schon überholt. Das Bestreben, mit den Entwicklungen Schritt zu halten, läßt viele Menschen die Werte vergessen, die in vorangegangenen Generationen geschaffen wurden. Man ist sich bisweilen nicht mehr bewußt, daß der heutige Stand unserer Technologie, unseres Wissens und unserer Kultur seine Wurzeln im Überlieferten hat. Wie für alle Gebiete unseres Lebens gilt das auch für den...
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VorwortRascher Wandel, Schnellebigkeit und Vergänglichkeit sind herausragende Merkmale unserer Zeit. Was gestern noch Gültigkeit hatte, ist heute oftmals schon überholt. Das Bestreben, mit den Entwicklungen Schritt zu halten, läßt viele Menschen die Werte vergessen, die in vorangegangenen Generationen geschaffen wurden. Man ist sich bisweilen nicht mehr bewußt, daß der heutige Stand unserer Technologie, unseres Wissens und unserer Kultur seine Wurzeln im Überlieferten hat. Wie für alle Gebiete unseres Lebens gilt das auch für den Bereich, der mit der Menschheit von ihren Anfängen an verbunden ist; für die Jagd. Bis heute ist es gelungen, Jagdkultur und jagdliches Brauchtum lebendig zu erhalten. Die Sprache der Jäger und Falkner legt heute noch ein beredtes Zeugnis von der großen Bedeutung ab, die die Jagdausübung im Leben der Menschen schon immer gespiek hat, sowohl für die Sicherung der Emährungsgrundlage als auch für die gesamte Landeskultur bis hin zu höfischem Leben und Brauchtum. Es wäre ein Armutszeugnis für unsere Generation, wenn es ihr nicht gelingen würde, diesen reichhaltigen Teil unserer Kultur auch den kommenden Generationen zu überliefern. Das vorliegende Jagdlexikon will dazu einen Beitrag leisten.Noch immer wird der Jagd in allen Kreisen unserer Gesellschaft ein hoher Stellenwert beigemessen. Die Waid-mannssprache, diese alte, noch lebendige Zunftsprache, wird als wesentliches Element jagdlicher Tradition noch heute gesprochen. Um so verwunderlicher ist es, daß es kein umfassendes aktuelles Jagdlexikon gibt, das die gesamte Jäger- und Falknersprache beinhaltet. Speziell ältere und seltenere Wörter sowie Redewendungen, wie sie im alten jagdlichen Schrifttum im Zusammenhang mit Jagdarten und -bräuchen vorkommen, sind in Gefahr, mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten. Ein Grundanliegen dieses Werkes ist es, dem Jäger sowie dem Jagd- und Naturfreund die jagdlichen Begriffe von ihren Uranfängen bis hin zur Gegenwart zu veranschaulichen.Unternimmt man einen Streifzug durch die Geschichte der Jagd in Deutschland, so ergibt sich ein äußerst interessantes, buntes Mosaik. Daraus bildet sich eine farbige Gesamtschau all der Wandlungen, die die Jagd im Laufe der vergangenen Jahrtausende erfahren hat. Es zeigen sich die vielfältigen Beziehungen und Zusammenhänge zwischen Jagd und Entwicklungsgeschichte, Jagd und Kultur sowie Jagd und künstlerischem Schaffen. Es existieren zahlreiche Beweise dafür, daß das Waidwerk die Künstler aller Zeiten inspiriert und befruchtet hat. Felszeichnungen, die vor Jahrtausenden entstanden sind, haben die Jagd ebenso zum Gegenstand wie große Gemälde der Barock- und Rokokozeit. Jagdmotive erklingen immer wieder in Sinfonien und Opern von Haydn bis Wagner und Bruckner Es würde den Rahmen dieses Buches sprengen, all diese Zeugnisse anzusprechen und herauszustellen. Für die Autoren war es keine leichte Aufgabe, aus der großen Fülle eine sinnvolle Auswahl zu treffen. Ziel war jedoch immer, trotz aller Einschränkungen, einen breiten Überblick zu bieten und dem Leser und Betrachter ein informatives Bild aus dem jeweiligen Abschnitt der Jagdgeschichte zu zeigen. Das gilt auch noch für Randbereiche der Jagd, z.B. für den Land- und Waldbau, die zwar angesprochen, jedoch nicht erschöpfend behandelt werden konnten. Das Hauptaugenmerk eines Jagdlexikons liegt naturgemäß auf der Waidmannssprache. Bei dieser handelt es sich aber nicht, wie von einigen Außenstehenden manchmal fälschlicherweise angenommen wird, um die Ausdrucksweise bestimmter Kreise, vielmehr haben wir es hier mit einer alten Zunftsprache zu tun. Waidmännische Wortschöpfungen geben sehr oft einen Sachverhalt genauer und treffender wieder als vergleichbare des allgemeinen Sprachgutes. So ist in vielen Jahrhunderten die heutige Waldmannssprache zu einem wesentlichen Element des gesamten jagdlichen Brauchtums geworden. Vor allem ältere und seltenere Ausdrücke werden in der zeitgenössischen Jagdliteratur immer weniger ver-wendet. Gerade diese gilt es, vor dem Vergessenwerden zu bewahren. Neben Waidmannsprache, Jagdgeschichte, Jagdliteratur, Jagdkunst und jagdlichem Brauchtum dürfen in einem möglichst umfassenden Lexikon zu diesem Thema entferntere Bereiche - wie Jagdbetrieb und Wildhege, Wildbiologie, Wildkrankheiten, Jagdrecht, Jagdkunde, Jagdhundewesen und Jagdwaffen - nicht fehlen. Natur-, Landschaftsund Umweltschutz schließlich runden das Ganze noch ab. Neue Erkenntnisse und Entwicklungen, u. a. auf dem Gebiet der Jagdwissenschaft und der Jagdpraxis, werden aufgegriffen und, soweit möglich, detailliert dargestellt, können vielfach jedoch nicht abschließend behandelt werden. Auch Kurzbiographien der bedeutendsten Jagdschriftsteller wurden in das Werk mit einbezogen. Sie ergänzen das ausführiich behandelte Stichwort Jagdliteratur. Lebende Schriftsteller wurden jedoch nicht aufgenommen. Möge dieses Jagdlexikon ein umfassendes Lese- und Nachschlagewerk für den Waidmann werden, der Aus- und Weiterbildung der Jäger dienen und allen aufmerksamen Beobachtern unserer heimischen Tierwelt von Nutzen sein! Darüber hinaus soll es zu einem besseren Verständnis für die Jagd und ihre Bedeutung für die gesamte Landeskultur beitragen. Schließlich haben die Verfasser auch das Bedürfnis, Dank abzustatten: dem Verlag für die vielen Ratschläge und für die prachtvolle Ausstattung des Buches; den Firmen Dynamit-Nobel AG, Waffen-Frankonia und dem Intematio-rialen Jagdrat (CIC) für das großzügige Überiassen von Bildern und Texten. Dank gilt aber auch dem Deutschen Jagdschutz-Verband und den Landes-jagdverbänden und allen im Bildnachweis genannten Vereinen, Verbänden, Finnen und Fotografen sowie dem Deutschen Jagd- und Fischereimuseum in München, die uns maßgeblich unterstützt haben.

Termékadatok

Cím: Knaurs Großes Jagdlexikon [antikvár]
Szerző: Gerhard Stinglwagner Ilse Haseder
Kiadó: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf.
Kötés: Vászon
ISBN: 3426261405
Méret: 210 mm x 280 mm
Gerhard Stinglwagner művei
Ilse Haseder művei
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