Bővebb ismertető
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Babys sterben. Menschen verschwinden. Menschen sterben. Babys verschwinden.
Diese Erkenntnisse prasselten schon sehr früh auf mich ein. Natürlich hatte ich ein kindhches Verständnis dafür, dass alles sterbliche Leben endet. In der Schule redeten die Nonnen von Himmel, Fegefeuer, Vorhölle und Hölle. Ich wusste, dass die älteren Leute irgendwann »dahinscheiden«. Mit diesem Begriff umschrieb meine FamiUe das Thema. Die Leute schieden dahin. Gingen, um bei Gott zu sein. Ruhten in Frieden. So akzeptierte ich auf etwas verquere Art, dass das irdische Leben nur ein vorübergehendes ist. Dennoch trafen mich der Tod meines Vaters und der meines kleinen Bruders hart.
Und für Evangeline Landrys Verschwinden gab es einfach keine Erklärung.
Aber ich greife vor.
So ist es passiert.
Als kleines Mädchen lebte ich an der Südseite von Chicago, in dem weniger vornehmen Ausläufer eines Viertels mit dem Namen Beverly. Ursprünglich erbaut als ländliches Rückzugsgebiet für die Ehte der Stadt nach dem Großen Feuer von 1871, präsentiert sich das Viertel heute mit weiten Rasenflächen und großen Ulmen und irisch-kathoHschen Clans mit Stammbäumen, die verzweigter sind als die Ulmen. War Beverly damals schon ein bisschen heruntergekommen, wurde es später wieder aufgemotzt von Boomgewinnlern, die im Grünen und doch zentrumsnah wohnen woUten.
Unser Haus, ursprünglich ein Farmhaus, war älter als alle