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Der Garten in der BülowstraBe war klein geworden - war klein geworden durch die dichten Gebüsche, die die Wegc so schmal gemacht, daB die dicke, behábige Frau Koblank sie völlig versperrte, wenn jemand an ihr vorbei zur Laubc wollte.
In der Mitte des viereckigen Platzes hatte ihr Mann - damals, vor fünfundzwanzig Jahren, als er eingezogen war - ein junges Apfelbáumchen gepflanzt; das war nun ein dicker Stamm, dessen Áste den ganzen Rasen überschatteten. Eine grüne Holzbank stand dort, auf der Frau Koblank lieber saB als in der Laube, in der es nach ihrer Ansicht zu viele Mücken gab. Auch Fráulein Elli, die Stieftochter, konnte man hier öfter sehen, zumeist mit einem Buch, denn sie »schmökerte den ganzen Tag«, wie die Leute im Hause sagten. Von den Mietern, die hier gewohnt hatten, als Koblanks Kinder noch in die Schule gingen, war fast keiner mehr da -die meisten waren fortgezogen, als hinter dem Nollendorf-platz ein ganz neuer Stadtteil entstanden war, mit Háusern, die einen »Aufgang nur für Herrschaften« hatten, mit Woh-nungen, die Badestuben und Mádchengelasse besaBen. Und einen von den Altén hatte der Tod geholt: GroBvater Koblank war eines Herbsttages sanft und selig in seinem Lehnstuhl entschlafen und ruhte lángst neben der ersten Frau seines Sohnes, neben »Auguste Koblank, geb. Zi-bulke«, in der Familiengruft auf dem Friedhof in der KolonnenstraBe. »Die Liebe höret nimmer auf!« stand unter seinem Namen. Der Grünkramkeller untén im Hause, dieses