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VORAUSSETZUNGEN ZUR HERAUSBILDUNG DES STEINMETZHANDWERKS IN NADASCH Nadasch liegt am nördlichen Rand der Baranya, an den östlichen Ausláufern des Mecsek-Gebirges. Wegen der günstigen Lage des Dorfes existierte hier schon in den áltesten Zeiten eine Siedlung. Im frühen Mittelalter wird Nadasth zum ersten Mai in einem Dokument über das Dorf Máza, von König Andreas II. im Jahre 1235 unterschrieben, als „cum terris Britannorum de Nadasth" erwáhnt. In der Zeit nach 1300 lebten die Leibeigenen der Petschwarer/Pécsvárader Abtei hier, seit 1470 war es Eigentum des Bistums von Fünfkirchen/Pécs. Auf die Güter des Fünfkirchner Bistums kamen die deutschen Ansiedler bereits ziemlich früh, d. h. schon im Jahre 1718; sie kamen aus der Rhein-Gegend und aus Hessen, einige Familien aus ElsaBLothringen und aus der Steiermark. Die ersten bedeutenden Aufzeichnungen über die Berufe der deutschen Bevölkerung sind aus dem Jahre 1785 bekannt. Laut dieser Konskription waren auf diesem bischöflichen Gut Weber, Gerber, Lederer, Sattler, Schneider, Stellmacher, Hutmacher, Korbflechter, Müller, Maurer, Tischler, Báckermeister, Hufschmied, Schlosser, Schleifer und Metzger.1 Im Jahre 1880 hatte Nadasch 2 717 Einwohner, davon waren 2 425 Deutsche, 135 Ungarn und 5 Serbokroaten. Im Dorf arbeiteten in dieser Zeit 58 Handwerker, davon waren 53 Deutsche und 3 Ungarn.2 Laut einer Handwerkerstatistik gab es zu dieser Zeit im Komitat Baranya 3 deutsche Steinmetzen^, die vermutlich Nadascher waren. Auf Grund der von uns erreichbaren Urkunden konnte mit Sicherheit nicht festgestellt werden, ob die Nadascher Deutschen diesen Beruf schon aus der deutschen Heimat mitgebracht hatten oder ob er sich infolge der hiesigen günstigen Voraussetzungen unter den Deutschen verbreitete. Zur Herausbildung und Entwicklung dieses Handwerkes waren námlich die wichtigsten Voraussetzungen und Gegebenheiten in Nadasch vorhanden, so die Rohstoffe und die Nachfrage nach den hergestellten Produkten, dies scheint unsere Vermutung zu unterstützen. Die Besorgung des Rohstoffes bedeutete keine Schwierigkeiten, das láBt sich aufgrund einer Karte4 und einer Tabelle5 über die Gesteinfundorte erkláren.