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Köln [antikvár]

 
Mit den Römern hat in Köln alles, oder fast alles, einmal angefangen. Genauer gesagt, mit Gaius Julius Cäsar, der um 50 vor Christus die Grenzen des Römischen Reiches bis an den Rhein vorschob und die germanischen Ubier als Bundesgenossen gewann. Unter Feldherr Marcus Vipsanius Agrippa (Schwiegersohn des Augustus) folgte die Umsiedlung der Ubier von der germanischen rechten auf die römisch kontrollierte linke Rheinseite. Hier gründete Agrippa um 38 v. Chr. auf kölnischem Boden" die Ubierstadt oppidum Ubiorum", Aus dieser Zeit stammt das...
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Mit den Römern hat in Köln alles, oder fast alles, einmal angefangen. Genauer gesagt, mit Gaius Julius Cäsar, der um 50 vor Christus die Grenzen des Römischen Reiches bis an den Rhein vorschob und die germanischen Ubier als Bundesgenossen gewann. Unter Feldherr Marcus Vipsanius Agrippa (Schwiegersohn des Augustus) folgte die Umsiedlung der Ubier von der germanischen rechten auf die römisch kontrollierte linke Rheinseite. Hier gründete Agrippa um 38 v. Chr. auf kölnischem Boden" die Ubierstadt oppidum Ubiorum", Aus dieser Zeit stammt das sogenannte Ubiermonument, der älteste Quaderbau, den man bisher nördlich der Alpen finden konnte (27 v. Chr.). Im Jahre 48 n. Chr. heiratete Kaiser Claudius Julia Agrippina, die alsTochter des Feldherrn Germanicus in Köln geboren wurde und hier aufwuchs. Im Jahre 50 n. Chr. schenkte sie ihrem Geburtsort das römische Stadtrecht. Von da an trug er den Namen Colonia Claudia Ära Agrippinensium (CCAA), d. h. Claudische Kolonie der Agrippinenser, Standort eines kaiserlichen Altars. Mit diesem Staatsakt leitete Agrippina eine fast vierhundert Jahre dauernde erste Blütezeit für den nordöstlichen Eckpfeiler des Imperiums ein, deren Spuren man im heutigen Köln auf Schritt und Tritt begegnen kann. Die erste Stadtmauer entstand. Sie formte ein Quadrat von etwa je 1 km Seitenlänge. Große Teile davon sind heute noch zu besichtigen. Ein 80 km langer Aquädukt brachte Quellwasser aus der Eifel nach Köln. Ein unterirdisches Kanalsystem sorgte für eine beinahe neuzeitlich zu nennende Stadtentwässerung. Auch im Straßenbau zeigten die Römer ihre zivilisatorischen Leistungen. Köln war direkt an das Fernstraßennetz des Reiches angebunden. Hauptachse der Stadt war damals wie heute die Hohe Straße, die bekannteste Kölner Einkaufsstraße. Seit dieser Zeit hat sie ihren Verlauf nicht geändert. Im Keller des Rathauses finden wir Reste des einstigen Prätoriums, das bald nach der Erhebung zur Colonia errichtet worden war.

Termékadatok

Cím: Köln [antikvár]
Kiadó: Stadt Köln
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 100 mm x 150 mm
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