Bővebb ismertető
Zwei Jahre nach der Eröffnung des Neubaus neben dem Dom am Ufer des Rheins gibt das Museum Ludwig einen Einblick in private Sammlungen moderner Kunst. In der Zeit vom 5. November bis zum 11. Dezember 1988 können die Besucher des Museums 180 Arbeiten von fünfzehn Künstlern bewundern, die aus zwanzig Kölner Privatsammlungen stammen. Der Galerist Rudolf Zwirner, seit den sechziger Jahren ein wichtiger Anreger für das Kölner Kulturleben und langjähriger Partner der Sammler, wurde eingeladen, eine Ausstellung unter dem Titel Köln sammelt" zu realisieren. Als Kenner der vielen Kunstschätze in privater Hand gelang es ihm, Inkunnabeln der Kunst der letzten Jahrzehnte von den Besitzern auszuleihen. Qualität und Frische der Eindrücke werden überraschen und von dem kenntnisreichen Engagement zeugen, mit dem sich die Sammler für bedeutende Künstler ihrer Zeit eingesetzt haben. Aus diesem Grunde wurden die Leihgaben monographisch nach Künstlern geordnet. Das Konzept der Präsentation wurde kontrapunktisch zu dem im Museum vorhandenen Bestand angelegt. Für einige Wochen wird sich also die Geschichte der neueren Kunst um manchen Namen und einige Facetten bereichert darstellen können und zugleich werden Perspektiven sichtbar für die Ergänzung und Erweiterung der Bestände des Hauses. Während der Tage des Kunstmarktes vom 10. bis 16. November wird sich der Blick auf das Sammeln noch um eine willkommene Ergänzung erweitern, da als Sonderschau der diesjährigen Veranstaltung in den Kölner Messehallen Werke zeitgenössischer Kunst aus dem Privatbesitz der New Yorker Galeristin lleana Sonnabend zu sehen sein werden. Die Wege über die Rheinbrücke werden also in diesen Tagen zu besonders gehaltreichen Ereignissen führen. Nach verschiedenen Präsentationen von Kunst aus Privatbesitz, die heute schon längere Zeit zurückliegen*, gibt das Museum Ludwig mit der neuen Auswahl bedeutender Kunstwerke aus privater Hand einen Beweis für die lebendige und intensive Passion des Sammeins, die in dem magischen Geviert, gebildet aus Künstlern, Museum, Sammlern und Galeristen zu glücklichen Ergebnissen führte.