Bővebb ismertető
Vorwort
Als Eugene de Savitsch mich ersuchte, die Korrekturbogen dieses Buches zu lesen, erwartete ich keineswegs, daß ein neuer Planet in mein Gesichtsfeld eintreten werde. Ich hatte keine Lust, den literarischen Himmel zu beobachten, waren doch meine Gedanken aufs intensivste mit journalistischen Auseinandersetzungen über den von Washington lancierten „New Deal" beschäftigt.
Überdies stellte sich heraus, daß es sich um Fahnenabzüge handelte, die beschwerlichste und unangenehmste Form von Lesestoff, die man sich vorstellen kann. De Savitsch ist Russe, somit ist ihm das Mißbehagen unbekannt. Würde man einen Russen auffordern, die literarische Arbeit eines Amateurs zu lesen und dies gar in unkorri-gierten Fahnenabzügen, so würde ihm das nicht als doppelte Plage erscheinen. Und sein stoisches Gemüt wäre nicht durch die Erwägung verstimmt, daß wenn ein Arzt sich literarisch betätigen will, das Ergebnis gewöhnlich ein Lehrbuch in Maskerade ist, oder daß es zum mindesten eine langweilige Lektüre sein wird.
Aber de Savitsch ist ein Bilderstürmer, auch ist er unehrerbietig und außerdem ein ganz erstaunlicher Mann. Ich erinnerte mich, wie er in einer Abendgesellschaft sich an eine schöne Frau, die soeben wegen ihrer Geschicklichkeit im Rätselraten gelobt worden war, mit den Worten wandte: „Ich finde, Sie werden überschätzt." Dann fiel mir eine Begegnung ein, bei der Gene Tunney gerade die Probleme geschildert hatte, die sich ihm in seiner neuen Rolle als Geschäftsmann stellten. De Savitsch warf plötzlich die Frage auf: „Warum gehen alle Preisboxer nach ihrem Rücktritt aus der Arena zum Restaurationsbetrieb über?" Vielleicht, sagte ich mir, könnte die Geschichte seines Lebens selbst auf solchen Druckbogen die Mühe einer Lektüre lohnen. Und dies war auch wirklich der Fall.
Ich war gleich in einen fesselnden Bericht über Abenteuer im Leben und in der Chirurgie versunken. Der englische Stil war knapp
7