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VORSZENE An den Altaren hat sich ein greiser Priester und ein Zug von Knaben und Jiinglingen gelagert OIDIPUS (tritt heraus; zu den Kindern:) Ihr junges Laub an Kadmos' altem Baum, Was trieb euch zu den Göttern meines Tors, Den Zweig des Beters in der fromrnen Hand? (Zu den Jünglingen:) Was füllt die ganze Stadt mit Weihrauchduft, Mit Litanei und dumpfem Klageruf? Bevor mich noch ein fremder Mund belehrt, Tret ich, ihr Lieben, selber vor euch hin, Der allgerühmte König Oidipus. (Zum Priester:) Da dich dein weifíes Haar zum Sprecher macht, So künde du, was euer Herz bewegt, Furcht oder Bitté? Freudig reich ich euch All meine Hilfe: Nur ein Herz von Stein Bleibt ungerührt durch solchen Pilgerzug. PRIESTER Oh, Oidipus! Oh, Herrscher meines Lands! Schau her auf diese Stufen! Alt und Jung Siehst du gelagert: Kaum schon fííigge Brut Und altersmüde Priester so wie mich, Den Knecht des Zeus, und jugendstarke Schar - Und so wie wir, die Zweige in der Hand, Fleht ailes Volk am Markt zum Doppelsitz Der Pallas und Ismenos5 Seherherd. Du weiík es selbst, wie diese Stadt erbebt Und aus dem Wogensturz der Todesnot Ihr Haupt nicht mehr zum Licht erheben kann. Sie stirbt dahin mit ihrer jungen Saat, Mit ihrem Vieh, mit jedem Frauenschofi,