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»Das einzig wirkliche Glück dieser Welt entspringt einer glücklichen Ehe. Ich sage das aus Erfahrung. Und dabei hängt alles von der Frau ab, ob sie nachgiebig, amüsant und stets bestrebt ist, ihren Mann zu erfreuen « Aus einem Brief Maria Theresias an Marie Antoinette
Die französische Heirat
Man sagte, ich sei »mit der Vision eines Thrones und der eines französischen Henkers« über der Wiege geboren worden; aber das kam erst viel später, und es ist eine allgemeine Angewohnheit, sich an prophetische Zeichen und Symbole zu erinnern, wenn die Zeit den Lauf der Ereignisse enthüllt hat. Meine Geburt im November 1755 bereitete meiner Mutter nur wenig Schwierigkeiten, denn sie erfolgte unmittelbar vor Ausbruch des Siebenjährigen Krieges, als ihre Gedanken mehr um diese drohende Gefahr kreisten als um die Geburt ihrer kleinen Tochter. Fast unmittelbar nach meiner Geburt widmete sie sich wieder ihren Staatsgeschäften und dachte, wie ich überzeugt bin, kaum mehr an mich. Sie war es gewohnt, Kinder zu bekommen; ich war ihr fünfzehntes.
Sie hatte sich selbstverständlich einen Knaben gewünscht, obgleich sie schon vier Söhne hatte, aber Herrscher wünschen sich nun einmal immer möglichst viele Thronfolger. Sieben Töchter waren ihr geblieben, nachdem drei entweder bei der Geburt oder in der frühen Kindheit gestorben waren. Ich mochte es gern, wenn sie erzählte, wie sie mit dem alten Herzog von Tarouka vor meiner Geburt eine Wette abgeschlossen hatte. Sie hatte behauptet, daß es ein Mädchen würde, und so mußte Tarouka zahlen.
Während sie auf meine Geburt wartete, beschloß meine Mutter, daß der König und die Königin von Portugal meine Taufpaten sein sollten. Später sah man auch das als ein weiteres böses Omen an, denn