Bővebb ismertető
Vorwort.
Mehr denn je ist der Konstrukteur heutzutage gezwungen, mit dem geringsten Aufwand an Werkstoff und Kosten den beabsichtigten Zweck zu erreichen. Zum Erfüllen dieser Aufgabe genügen jedoch nicht allein die Kenntnisse, die der Anfänger nach Abschluß seines Studiums sein eigen nennt und mit denen er voller Erwartung den Schritt in die Praxis unternimmt. Die erste Zeit bereitet dem jungen Ingenieur zumeist viele Enttäuschungen.
Er erkennt, daß zwischen seinem theoretischen Wissen und der Arbeitsweise der Praxis noch eine Kluft besteht, die zu überbrücken gar nicht so leicht ist. Aus diesem Grunde überträgt man ihm zunächst Arbeiten, die dem Wissensgut seines Studiums nur in bescheidenem Umfange entsprechen. Seine ersten Aufgaben werden Berechnungen von kleineren Maschinenteilen, Anfertigung von Zahlentafeln (Tabellen), Gewichtsermittlungen u. dgl. sein. Außerdem muß er sich über Preise der Werkstoffe (Materialien) und Maschinen sowie über Lieferbedingungen und Bezugsquellen ins Bild setzen.
Erst nach langer praktischer Tätigkeit befähigen ihn Leistung und Wissen, selbständig Konstruktionen von Maschinen auszuführen, kurz „Konstrukteur" zu sein. Die Unterlagen, Handbücher und Lehrbücher aus seiner Studienzeit kommen jetzt zur Geltung, nachdem die Praxis ihm vor Augen geführt hat, wie er die Theorie anwenden muß.
Der Zweck des vorliegenden Werkes ,,Konstruieren und Rechnen" soll nicht nur der sein, ein Bindeglied zwischen Schule und Praxis herzustellen, sondern auch des jungen Ingenieurs erste Bürotätigkeit nutzbringender und freudiger gestalten helfen. Dem älteren Konstrukteur soll das Werk ein zeitsparender Ratgeber bei Entwürfen und Einzelkonstruktionen sein.
Das vorliegende Werk unterscheidet sich wesentlich von anderen sogenannten Hilfsbüchem. Satz und Aufbau der Formeln sind derart vereinfacht und übersichtlich wiedergegeben, daß der Leser in kürzester Zeit einen Überblick über den zu bearbeitenden Stoff hat. Aus diesem Grunde wurden auch Formeln der höheren Mathematik sowie weitschweifige Erläuterungen möglichst vermieden. Sie sind ersetzt durch tafelartige Wiedergabe ihrer Auswertungen und kurzgefaßten Text in Stichwortart.
Im übrigen muß betont werden, daß die abgekürzte, formelmäßige Darstellungsweise den Benutzer eines „Hilfsbuches" nicht dazu verleiten darf, nach „Rezept" zu arbeiten, d. h. eine Formel ohne eigenes Nachdenken anzuwenden. Wer seine Arbeiten rein schematisch bewältigen will, wird es niemals zu verantwortungsfreudiger Selbständigkeit bringen!
Die große Zahl begeisterter Anhänger und Freunde der Haeder-schen Schreibweise beweist das Bedürfnis für diese Art technischen