Bővebb ismertető
VorwortZur ,Threshold-Level-Familie' tritt mit der Kontaktschwelle ein viertes Familienmitglied neben J. van Eks The Threshold Level (1975), Un niveau-seuil (1976) des CREDIF und Un nivel umbral (1979) von P. Slagter. In seiner Pionierarbeit erforsciite van Ek, explizit wie niemand vor ihm, die sprachlichen Handlungen, mit denen der Lernende je nach seinen kommunikativen Bedürfnissen voraussichtlich konfrontiert wird, wenn er in einem anderen Land Alltagssituationen zu bewältigen hat und persönliche und soziale Beziehungen aufzubauen beginnt. Van Eks ausführliche Behandlung der Funktionen von Äußerungen in der Kommunikation sowie der allgemeinen und spezifischen Konzepte, die in der Sprache zum Ausdruck gebracht werden, war die erste konsequente Durchführung eines lernerzentrierten, funktionalen und notio-nalen Ansatzes zur Lernzielbestimmung für den Fremdsprachenerwerb. Dieses Werk ist denn auch in den fünf Jahren seit seiner Veröffentlichung außerordentlich einflußreich gewesen.Un niveau-seuil baut auf den bei van Ek geschaffenen Grundlagen auf. Das von Daniel CosTE geleitete Team des CREDIF hat jedoch eine Reihe neuer Aspekte eingeführt. Statt sich auf eine einzelne Publikumsgruppe festzulegen und sich auf deren spezifische Bedürfnisse zu konzentrieren, bietet Un niveau-seuil eine Fülle von Material, aus dem Kursautoren und Lehrer auswählen können, was für ihr jeweiliges Zielpublikum benötigt wird. Die Darstellung der Sprachfunktionen wurde erweitert durch ein Kapitel Actes de parole mit einer Sammlung von Ausdrucksformen für Sprechakte, die nach ihrer kommunikativen Funktion angeordnet sind und für deren Realisierung eine breite Skala stilistischer Alternativen aufgezeigt wird. Die als Exponenten der einzelnen Funktionen und der allgemeinen Begriffe etwas atomistisch behandelten grammatischen Strukturen wurden systematisch in einer kommunikativen Grammatik erfaßt.IiDie Kontaktschwelle hat wie alle guten Kinder die besten Züge beider Elternteile geerbt und weiterentwickelt. Teil I stellt prägnant und klar die Grundprinzipien der Lemzielbeschrei-bung dar, definiert die Zielgruppe und eriäutert näher die verschiedenen Dimensionen des Lernziels, ergänzt durch praktische Hinweise für die Benutzung. Teil II bietet eine detaillierte Darstellung der sprachlichen Exponenten von Sprechakten und allgemeinen wie spezifischen Begriffen, die nach einem straffen Begriffsraster organisiert sind. Im anschließenden Grammatikteil sind auf glückliche Art formale und funktionale Kategorien verbunden.Deutschlehrern in den verschiedensten Ländern wird mit der Kontaktschwelle ein wirksames und praktisches Werkzeug für einen auf direkte Kommunikation ausgerichteten Sprachunterricht in die Hand gegeben. Wir von der Projektgruppe für moderne Sprachen sind zuversichtlich, daß sie positiv aufgenommen und breite Verwendung finden wird und so zu einem besseren und zielgerichteteren Fremdsprachenlernen beiträgt. Wir sind überzeugt, daß unsere Fachkollegen, die europäische Sprachen unterrichten, die Kontaktschwelle als das nehmen, was sie sein will: nämlich nicht eine endgültige Lösung, die Behörden und Lehrer in allen Ländern blindlings übernehmen müßten, sondern eine Grundlage, die es Planem, Autoren und Lehrern ermöglichen soll, die Bedürfnisse der Lernenden, für die sie zuständig sind, sorgfältig zu prüfen und sie in ihre Arbeit einzubeziehen.