Bővebb ismertető
Einführung und Analyse
Zur Überlieferung des Notentextes
Schumanns Klavierkonzert a-Moll op. 54 liegt bislang ebensowenig in einer kritischen Edition vor wie die meisten seiner anderen Kompositionen. Als maßgebliche Quelle für Schumanns Werke haben Herausgeber und Interpreten bis heute immer die von Clara Schumann veranstaltete Gesamtausgabe betrachtet, die bei Breitkopf Härtel in Leipzig erschienen ist, und deren dritter Band - aus dem Jahre 1883 - das Klavierkonzert enthält. Wie es scheint, fußen alle geläufigen Partiturausgaben, auch die hier vorliegende, auf dieser Edition, von der jedoch zweifelhaft ist, ob sie alle maßgeblichen Quellen, vor allem aber das Autograph, berücksichtigt hat. Genauen Aufschluß darüber wird erst ein umfassendes Quellenstudium geben können.
Folgende Quellen lassen sich namhaft machen und müßten einer zukünftigen kritischen Ausgabe zugrunde gelegt werden:
1. die autographe Partitur, früher in der Sammlung Wiede, dann im Besitz von Alfred Ancot, Aigenstadl bei Freyung/Wald, heute vermutlich Eigentum der Erben Alfred Ancots;
2. eine Kopistenabschrift der Partitur im Besitz der Musikabteilung der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Berlin (West) (siehe Abbildung S. 159);
3. eine weitere Kopistenabschrift der Partitur, in der jedoch der Solopart fehlt, ebenfalls im Besitz der Musikabteilung der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Berlin (West);
4. der Erstdruck der Stimmen, erschienen bei Breitkopf Härtel in Leipzig im Juli 1846 mit der Plattennummer 7415;
5. der Erstdruck der Partitur, ebenfalls bei Breitkopf Härtel in Leipzig erschienen, und zwar im September 1862, mit der Plattennummer 10317.
Die autographe Partitur enthält den ersten Satz sowohl in der ersten Fassung von 1841 als auch in der revidierten, von der jedoch, solange das Autograph nicht allgemein zugänglich ist, nicht feststeht, ob sie ganz auf das Jahr 1841 zurückgeht oder, zumindest teilweise, zusammen mit den beiden anderen Sätzen, also 1845, entstanden ist. Jedenfalls brauchte Schumann, da er bei der tJberarbeitung fast ausschließlich In-