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Korintherbrief 1-2. [antikvár]

Hans-Josef Klauck

 
Der erste Korintherbrief ist situationsgebunden in einer Weise, wie das bei kaum einer zweiten Schrift des Neuen Testaments der Fali ist. Fast jede Zeile des Briefes nimmt Bezúg auf direkte Fragen, auf Un-klarheiten, auf Mifistánde und auf Probleme, die in dieser überaus le-bendigen jungen Gemeinde aufgetaucht sind. Paulus treibt Theologie im praktischen Vollzug, in engster Bindung an eine bestimmte Gemeinde und ihre besonderen Nöte. Diesen Hintergrund, dessen Um-risse die einleitenden Bemerkungen nachzeichnen wollen, gilt es bei der...
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Der erste Korintherbrief ist situationsgebunden in einer Weise, wie das bei kaum einer zweiten Schrift des Neuen Testaments der Fali ist. Fast jede Zeile des Briefes nimmt Bezúg auf direkte Fragen, auf Un-klarheiten, auf Mifistánde und auf Probleme, die in dieser überaus le-bendigen jungen Gemeinde aufgetaucht sind. Paulus treibt Theologie im praktischen Vollzug, in engster Bindung an eine bestimmte Gemeinde und ihre besonderen Nöte. Diesen Hintergrund, dessen Um-risse die einleitenden Bemerkungen nachzeichnen wollen, gilt es bei der Erklarung des Briefes stets im Auge zu behalten. 1. Die Stadt Korinth Die »Stadt an den zwei Meeren«, so nannte man die von ihrer geo-graphischen Lage her begünstigte alte griechische Ansiedlung in der Antiké. D. h., Korinth hatte Zugang zu zwei Partién des Mittelmee-res und verfügte deshalb auch über zwei Hafen: Lechaion zwei Kilo-meter nördlich am Golf von Korinth und Kenchreai sieben Kilometer südöstlich am Saronischen Golf (in Kenchreai gab es zur Zeit des Paulus bereits eine eigene Christengemeinde, vgl. Röm 161). Diese günstige Lage hatte zur Folge, dafi die Stadt sich zu einem Handels-zentrum ersten Ranges entwickelte. In dieser Hinsicht hat Korinth berühmtere Stádte wie Athén und Sparta weit überflügelt. Der Neid mifigünstiger Nachbarstádte hat beigetragen zu dem schlechten Ruf Korinths, der aber nicht ohne Anhalt in der Lebenswirklichkeit der vielbesuchten Hafenstadt war. Korinth galt im Altertum mit einigem Recht als Zentrum des Dirnenwesens, ganz abgesehen von der um-strittenen Frage der Tempelprostitution im Heiligtum der Aphrodité auf dem Burgberg Akrokorinth. »Nicht jedes Mannes Sache ist die Seefahrt nach Korinth«, lautete ein gefliigeltes Wort. Anlafí dazu gab »die Erfahrung der Seeleute, dafi háufig der Gewinn langwieriger und beschwerlicher Seefahrten dort in kurzem Freudenrausche vértan wurde« (Weifi X). Das Korinth des Paulus war eine junge Stadt. Das alte Korinth wurde als letztes Zentrum des griechischen Widerstandes gegen Rom 146 v. Chr. ívon einem römischen Heer unter Lucius Mummius dem Erd-boden gleichgemacht. Erst 100 Jahre spáter erfolgte unter Julius Casar die Neugründung als römische Kolonie - daher der offizielle Name Colonia Laus Júlia Corinthiensis. 27 v. Chr. wurde diese Neugründung Sitz des Statthalters der neugeschaffenen Provinz Achaia, die 44 n. Chr. den Status einer senatorischen Provinz erhielt. In sol-chen Kolonien wurden bevorzugt Veteranen angesiedelt, die ihre Dienstzeit im Heer hinter sich gebracht hatten und denen jetzt ein Recht auf Altersversorgung zustand. Das brachte zunáchst eine Do-

Termékadatok

Cím: Korintherbrief 1-2. [antikvár]
Szerző: Hans-Josef Klauck
Kiadó: Echter Verlag
Kötés: Ragasztott papírkötés
ISBN: 3429009960
Méret: 160 mm x 230 mm
Hans-Josef Klauck művei
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