Bővebb ismertető
Einleitung
Es ist noch nicht ein Jahrhundert verflossen, seit Werner
von Siemens das dynamo-elektrische Prinzip fand. 1867 baute
er die erste Dynamomaschine, aber es vergingen beinahe noch
20 Jahre, ehe die erste elektrische Kraftzentrale in Betrieb ge-
nommen werden konnte. Man schrieb den 15. August 1885,
als in der Berliner Markgrafenstraße 44, in einem versteckt
liegenden Hintergebäude, die Dynamomaschinen in Gang
gesetzt wurden. Yon sechs Dampfmaschinen zu je 150 PS
angetrieben, erzeugten 12 Dynamos Strom, der nur wenigen
Konsumenten zufloß, um Beleuchtungszwecken zu dienen.
Es war eine recht primitive Anlage, die mit einem äußerst
schlechten Wirkungsgrad arbeitete: nur etwa vier Prozent
der in der Kohle steckenden Energie konnten nutzbar gemacht
werden. Häufige Störungen, Zwangsabschaltungen, Erschütte-
rungen und Qualmbelästigung in der näheren Umgebung der
Zentrale führten dazu, daß die Berliner in ihrer humorvollen
Art zu der Erkenntnis kamen: ,,Een richtijet Jas wird det nie."
Nun, ein richtiges Gas ist der Strom allerdings nie geworden,
aber der ungeheure x\ufschwung, den die öffentliche Elektri-
zitätswirts ehalt seitdem genommen hat, rechtfertigt doch
jenes andere Wort, daß die Elektrizität in unserem privaten
und wirtschaftlichen Leben das ,,Mädchen für alles" geworden
ist. Es gibt tatsächlich kaum noch ein Gebiet des menschlichen
Schaffens und des privaten Lebens, in das die elektrische
Energie nicht eingedrungen ist. In den Produktionsstätten der
Schwer- und Leichtindustrie, in den Haushalten, im Verkehr
der Voll- und Straßenbahnen, in der öffentlichen Beleuchtung,
in Handel und Gewerbe, in der Schwachstromtechnik der
Telegrafíe, Telefonie und des Rundfunks mit allen ihren Neben-
gebieten, in den wissenschaftlichen Laboratorien fast aller