Bővebb ismertető
Vorwort
Dieses Budi ist in der Hoffnung geschrieben worden, zum Mitdenken anregen zu können. Es handelt von der Eigenart und dem Verlauf menschlicher Krankheiten. Da wir alle zuweilen Krankheitserfahrungen sammeln, kann der Autor sich an den Leser wenden, ohne popularisieren zu müssen. Es soll eine Beobachtungsbasis geschaffen werden, auf der Arzt und Kranker sich treffen können. In der Organmedizin ist diese Gemeinsamkeit längst verlassen. Der Arzt untersucht Dinge, die dem Kranken nie wißbar sein können. Der psychosomatische Arzt untersucht - unabhängig von den Laboratoriumstests - Fakten, die dem Patienten nicht oder nicht mehr zu-gänglidi sind, die aber wißbar sind und im Lauf der Behandlung gewußt werden sollen.
So geht es also nicht um ein Wissen, das auf den ausgebildeten Arzt zu beschränken wäre; vielmehr um unser geringes Wissen von jenen Einflüssen aus der Erlebnissphäre, welche das Auftreten, die Zugänglichkeit oder Unzugänglichkeit vieler Krankheiten bestimmen. In dieses Nichtwissen teilen wir uns alle, Ärzte und Nichtärzte. Niemand weiß vorerst, wie viele Krankheiten einen Sinn haben und wie viele »blindes Schicksal« bleiben.
Der Arzt ist, was die psychosomatische Medizin betrifft, in kaum besserer Lage als der »Laie«, denn er bringt nach den Jahren seiner Erziehung besonders starre Modellvorstellungen über die Verursachungen von Krankheiten mit. Sie werden zwar fortwährend durch den Prozeß der Forschung verändert, aber kaum nennenswerte Forschung gesdiieht in der Absicht, die Erlebnisbedingungen zu erkennen, die dann sdiUeßlich einen auch durch Messung nachweisbaren Krankheitsprozeß in Gang setzen.
Um das Problem, wo denn Krankheit beginnt, geht es in