Bővebb ismertető
Die Suche nach einem neuen Realismus in der Bundesrepublik kommt nicht von ungefähr. Doch noch immer nicht hat unsere Literatur die Arbeitswelt entdeckt, von der Welt der Arbeiter ganz zu schweigen - auch wenn die Kriegsliteratur den Arbeiter entfremdet, als Soldat, dargestellt hat. Wie heikel es ist, sich mit der Welt des Arbeiters zu beschäftigen, hat die schnöde Diskussion um Max von der Grün gezeigt, der plötzlich zwischen die beiden Blöcke geriet, die sich an Darstellungen der Arbeitswelt interessiert zeigen: zwischen Gewerkschaft und Industrie. Als dritten Block könnte man jene bezeichnen, die ihre eigene Welt lieber verfremdet - man kann auch sagen überhöht - dargestellt wissen wollen: die, die in ihr leben. Jahrzehntelang hat man im Westen (ich schließe mich in dieses »man« ein) den sozialistischen Realismus mit sanftem Spott bedacht. Die Rache hat schon angefangen, sie wird weitergehen. Was inzwischen an Autoren, Regisseuren, Grafikern aus Polen, der Tschechoslowakei, aus Jugoslawien und der Sowjetunion hierzulande begehrt ist, scheint zu beweisen, daß der sozialistische Realismus - und wenn auch nur als verhaßter dogmatischer Gegenpol - die Autoren dort, wo er regiert, nicht entmündigt hat. Einzig verwerflich erscheint am sozialistischen Realismus heute nur nodb der ihm aufgezwungene doktrinär-dogmatische Optimismus, der nicht nur in etwa, sondern fast budistäblich jenem Schrei nach der heilen Welt entspricht, der bei uns nodi lange nidit verklungen ist. Und doch ist der Schrei nach der heilen Welt, nach diristlicher Kunst und Literatur nur der verwandelte Wunsch nach dem griechischen Deus ex machina, der alle Probleme spielend und automatisdi löst. In der christlichen Literatur nadi Maß nahm dann (etwa bei Claudel) die Gnade die Rolle des Deus ex machina ein und wirkte
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