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Vorwort ___VorwortXaipexe! und Ka^coq opiaaie!Auch wenn man die alten griechi-schen Begrüßungsformeln, Sei(d) ge-grüßt" (Xocipete, cherete) und Herz-lich willkommen" (Kodcoc; opiaaxe,kalös orisate), auf Kreta nicht mehr all-zu häufig hört, da sie mehr und mehrder Allerweltsbegrüßung hello" wei-chen, sind Besucher auf der Sonnen-insel nicht nur gern gesehen, sondernkönnen sich immer noch der legen-dären kretischen Gastfreundschaft er-freuen. Kodocx; oaq ßpfaKCo" (kalösssas vrfsko) - /rGut finde ich dich vor",müsste man dem alten Kreter oder deralten Kreterin, die einen mit jenenWorten begrüßt, antworten, undschon würde sich ein Strahlen auf demvon Sonne und harter Arbeit gegerb-ten Gesicht zeigen. Der Xenos -gleichzeitig Gast" und Fremder" -gälte dann als Teil der Familie.Griechenlands Tourismus ist in Zei-ten von Wirtschaftsproblemen undpolitischen und sozialen Unruhenschwer in die Krise geraten, Kreta hatdavon zum Glück am wenigsten abbe-kommen.Noch immer fallen auf der südlichs-ten europäischen Insel zwischen Früh-jahr und Herbst unzählige Touristenein, noch immer ist die seit der Antikegerühmte Gastfreundschaft legendärund noch immer ist Kreta dank desFremdenverkehrs der wirtschaftlicheKrösus Griechenlands.Mag sein, dass viele Besucher we-gen der Schnäppchenangebote derReisebüros herkommen, viele wohlwegen des Klimas und der endlosenStrände, wegen der Landschaft undder sagenumwobenen minoischenRuinenstädte - jenem legendären Kö-nig Minos" und der Wiege Europas"auf der Spur. Das alles macht aus Kre-ta ein lohnendes Reiseziel. Was uns alsAutoren dieses Buches jedoch immerwieder angezogen hat, waren die Be-wohner. Als Klassische Archäologenhaben wir Griechenland intensiv be-reist und dabei im Laufe der Jahre fest-gestellt, dass sich vieles verändert hat:Aus den gastfreundlichen Griechensind mit zunehmendem Fremdenver-kehr harte Geschäftsleute geworden.Nur die Kreter scheinen sich in ihrerliebenswerten Sturheit nicht anpassenzu wollen. Schon seit der Antike alsgewiefte Händler und Schlitzohren be-kannt, verstehen sie es, mit Gästenumzugehen. Sie nutzen sicher ihrenVorteil, jedoch ohne unfreundlich undabweisend zu sein, zu verärgern odergar zu betrügen. Auf Kreta ist der Gastnoch König.Je häufiger und länger man auf derInsel verweilt, dabei mit den Men-schen ins Gespräch kommt und sichmit ihrer Geschichte beschäftigt, destomehr nimmt einen Kreta gefangen. EinZiel dieses Reiseführers ist es daherauch, die breite Palette der Attraktio-nen darzustellen, die die Insel zu bie-ten hat. Kreta ist nämlich nicht nurSonne, Strand und Meer oder Knossösund Festös, sondern hier finden sicheigenwillige Menschen und ergreifen-de Geschichten, uralte Traditionenund tief verwurzelte Gepflogenheiten,