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Schau, schau, schau", sang der Wendehals in den Pinien auf dem Hügel hinter der weißen Villa.
„Kuckuck, Kuckuck - grüß' dich, mein Freund", sang der Mann im Liegestuhl auf der Loggia der Villa. j
Bougainvillien und kletternde Pelargonien zeichneten schreiende Farbkleckse auf die weiße Hauswand und die Säulen; aber John Maxwell Tryte liebte solche Kontraste, weil er selber die personifizierte Zweiheit war in allem, in seiner Kunst und in seinen persönlichen Eigenschaften. Ein niedriger grüner Tisch stand neben dem Liegestuhl; auf ihm lagen zwei oder drei Bücher, ein Zeichenblock, Zeichenkohle, und daneben stand ein großer, rosa Drink in einem venezianischen Trinkbecher.
Der Mann lachte. Kuckuck - Kuckuck! Zum Kuckuck mit allen Puristen und Konventionen! Mit einem plötzlichen Anflug von Boshaftigkeit ergriff er den Zeichenblock und die Kohle und warf mit unglaublicher Schnelligkeit, gepaart mit einer kristallscharfen, vernichtenden Beobachtungsgabe, eine seiner lachenden Frechheiten aufs Papier. Für ihn war es ein Spaß, ein gemeiner, aber witziger Spaß. Anderen mochte es etwas anderes bedeuten.
Roberto, der italienische Gärtner, der eben mit einem Strauß Nelken die Stufen heraufkam, lachte den Mann im Liegestuhl mit seinem sonnenwarmen, glänzenden Lächeln an. Roberto bestand aus weißen Zähnen und krausem kohlschwarzem Haar. Manchmal sang er bei seiner Arbeit mit zärtlich verliebtem Sinn. Roberto war verheiratet und hatte Familie, doch die Frauen und der Wein lagen ihm im Blut.
„Ah! - die Blumen, Roberto. Rosenrote Nelken. Eigentümlich, nicht, daß die süßen Kinder der Sonne so verschieden auf Getränke reagieren?"