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DIE SPRITZEN DER GESELLSCHAFT Sowenig bibelfest das Leben in der Filmmetropole Hollywood auch des Nachts verláuft, am Sonntagvormittag geht man brav und bieder zum Gottesdienst in das Kirchlein von Beverly Hill. Den sonntáglichen Kirchgang ist man den Frauenvereinen und der Publicity schuldig. Beverly Hills Kirche liegt inmitten einer gepflegten Parkanlage, die der fromme Kirchgánger nach der Predigt des Geistlichen mit Bü^ermiene durchschreitet. Das Gebetbuch pflegt er dabei möglichst sichtbar in der Hand zu tragen, denn Pressefotografen lauern immer irgendwo in der Kolonie der internationalen Filmprominenz. Am ersten Julisonntag des Jahres 1960 wurde die fromme Einkehr jáh unterbrochen. Weltbekannte Filmdamen hielten entsetzt das Gebetbuch vor die Gesichter, seriöse Leinwandhelden rieben sich die Augen und schüttelten fassungslos den Kopf. Der Küster von Beverly Hill kam eiligst aus der Sakristei gelaufen und verriegelte ángstlich das Gotteshaus, als gelte es, dem Teufel den Zutritt zu verwehren. Was trug sich auf dem Rasenrondell der Parkanlage zu? Drei gutaussehende junge Mádchen und ebenso viele Herren tummelten sich wie weiland Adam und Eva in der freien Natúr, spielten und tanzten mit seltsam verzückten Gesichtern, ohne den frommen Kirchgángern Beachtung zu schenken. Erst eine Polizeistreife setzte dem öffentliches Árgernis erregenden Treiben ein Ende. Mit einiger Mühe gelang es den Streifenpolizisten, die jungen Damen und ihre Herren zusammenzutreiben, ihnen Mántel und Decken umzuhángen und sie auf das náchste Polizeirevier zu transportieren. Dort stellte sich heraus, da§ die seltsame Gesellschaft an vorübergehenden Störungen des Bewufjtseins litt, ohne jedoch